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Großbritannien nicht mehr als masernfrei eingestuft

Zwei Jahre lang konnte das Vereinigte Königreich seinen Eliminierungsstatus aufrechterhalten. Nun gibt es Rückschritte.

Bei Masern zeigt sich erst oft Fieber, bevor später ein Hautausschlag dazukommt. (Symbolbild)
Foto: Friso Gentsch/dpa

Großbritannien hat seinen Status als masernfrei gemäß der Weltgesundheitsorganisation verloren. Die Ausbreitung der hoch ansteckenden Viruserkrankung im Jahr 2024 führte dazu, wie britische Medien unter Berufung auf die WHO und die britische Gesundheitsbehörde berichten. Die Stagnation der Impfquote spielt dabei eine Rolle.

https://x.com/UKHSA/status/2015796811173138819

«Anhaltende Lücken in der Immunität» hätten 2024 in mehreren Ländern zu einem «Wiederaufleben von Masern» und anderen Krankheiten geführt, die durch Impfungen hätten verhindert werden können, teilte die WHO auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Von 2021 bis 2023 wurden Masern im Vereinigten Königreich als eliminiert angesehen. Dies bedeutet, dass es keine anhaltende lokale Übertragung der Krankheit für eine gewisse Zeit gab. Im Jahr 2024 wurden in Großbritannien laut PA 3.681 Fälle von Masern gemeldet. Die Entscheidung der WHO kann auch auf die zu niedrige Impfquote unterhalb der für eine Herdenimmunität erforderlichen Schwelle von 95 Prozent zurückgeführt werden, die von der Behörde empfohlen wird.

Erst Fieber, dann Hautausschlag

Masern sind eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten. Wenn man infiziert ist, treten in der Regel zuerst Fieber, Lichtempfindlichkeit und Entzündungen der Mundschleimhaut auf, gefolgt von einem Hautausschlag. Die meisten Fälle verlaufen ohne dauerhafte Folgen, aber es besteht das Risiko von Hirn-, Lungen- und Mittelohrentzündungen, die bleibende Schäden verursachen und im schlimmsten Fall zum Tod führen können.

Auch in Deutschland gibt es weiterhin Fälle von Masern. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden in den letzten Jahren sehr unterschiedliche Zahlen gemeldet. Die WHO warnte kürzlich erneut vor einer steigenden Verbreitung der Krankheit. Ein bedeutendes Problem sei beispielsweise die Desinformation im Internet, die zu einer Skepsis gegenüber Impfungen führt, wurde im November berichtet.

dpa