Laut Berichten soll dem Zwischenfall mit einer Alaska-Airlines-Maschine ein Handy einen 5000-Meter-Sturz überlebt haben. Wie das möglich ist? Ein Wissenschaftler hat eine Erklärung parat.
Handy aus havariertem Flieger übersteht 5000-Meter-Sturz

Nachdem beinahe ein Unglück mit einer Maschine von Alaska Airlines passiert wäre, wurde ein nahezu intaktes Handy gefunden, das angeblich aus einer Höhe von rund 5000 Metern aus dem Flugzeug gefallen sein soll.
Ein Anwohner aus der Nähe von Portland im US-Bundesstaat Oregon fand das Mobiltelefon nach eigenen Angaben unter einem Busch am Straßenrand und übergab es der US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB), die den Zwischenfall untersucht. «Es überlebte einen Sturz aus 16.000 Fuß (knapp 4900 Meter) unbeschadet», schrieb der Finder Sean Bates auf X (vormals Twitter).
Ein NTSB-Sprecher sagte unter anderen dem Sender CNN, der Zeitung «USA Today» und dem britischen «Guardian», dass das Telefon «wahrscheinlich» aus der havarierten Maschine stammt. Das Gerät sei inzwischen an Alaska Airlines übergeben worden, hieß es in den Berichten vom Montag (Ortszeit).
Gemäß Bates war das Handy, das halb aufgeladen war, praktisch unbeschädigt und befand sich im Flugmodus. Auf dem ungesperrten Bildschirm konnte man eine Quittung für zwei aufgegebene Gepäckstücke des Alaska-Airlines-Fluges sehen. Zusätzlich befand sich ein abgerissenes Ladekabel in dem Gerät.
Was ist passiert?
Der Vorfall ereignete sich am Freitag: Während des Fluges einer Boeing 737-9 Max von Portland nach Ontario fiel plötzlich ein Teil aus dem Rumpf, das eine nicht benötigte Türöffnung bei dieser Variante verschließt.
Die Flugzeugführer von Alaska Airlines schafften es, die Maschine sicher zu landen – und die 171 Passagiere kamen größtenteils unversehrt davon. Jedoch verhängte die US-Luftfahrtbehörde FAA ein vorläufiges Flugverbot für etwa 170 Flugzeuge weltweit und ordnete sofortige Inspektionen an.
Später wurden das herausgerissene Teil und Gegenstände aus der Maschine, einschließlich eines weiteren Handys, in Portland und der Umgebung gefunden, so das NTSB.
Kann das wirklich sein?
Es sei durchaus möglich, dass ein Mobiltelefon einen Sturz aus dieser Höhe überstehen könne, sagte der Physiker Duncan Watts vom Institut für Theoretische Astrophysik der Universität Oslo der Zeitung «Washington Post».
«Die grundlegende Antwort ist der Luftwiderstand», erklärte er. Dadurch sei das Gerät abgebremst worden. Wenn das Handy auf einen harten Untergrund aufgeschlagen wäre, wäre es sicherlich trotzdem beschädigt worden. Aber es sei anscheinend im Gras gelandet, und dies habe den Sturz ebenfalls abgefedert.








