Überraschend: Kohl- und Blaumeise auf Platz zwei und drei, doppelt so viele Kraniche gesichtet
Haussperling ist beliebtester Vogel in deutschen Gärten und Parks

Der Haussperling ist derzeit der am häufigsten in Gärten und Parks in Deutschland gesehene Vogel. Das geht aus der Mitmach-Aktion «Stunde der Wintervögel» hervor, wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Berlin und der Bayerische Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) mitteilten.
Im vergangenen Jahr belegte der Haussperling ebenfalls den ersten Platz unter den am häufigsten gesichteten Vögeln. Überraschenderweise belegen laut Nabu die Kohl- und Blaumeise den zweiten und dritten Platz. Im Allgemeinen wurden Waldvogelarten wie die Kohl- und Tannenmeise, der Buntspecht und der Eichelhäher häufiger als Gäste in Gärten und Parks entdeckt. Darüber hinaus wurden doppelt so viele Kraniche wie im Jahr 2023 beobachtet, als sie die norddeutsche Tiefebene verließen.
Großes Interesse an der Mitmach-Aktion
Über 130.000 Menschen haben sich dieses Mal laut den beiden Organisationen an der nach ihren Angaben größten wissenschaftlichen Mitmach-Aktion Deutschlands beteiligt – fast ein Drittel mehr als im Vorjahr. «Das große Interesse an der Natur freut uns sehr», sagte Nabu-Geschäftsführer Leif Miller.
Um an der Mitmach-Aktion teilzunehmen, sollten Freiwillige am ersten Wochenende im Januar eine Stunde lang die Vögel an den Futterhäusern in Gärten, Parks oder auf dem Balkon beobachten. Laut Nabu haben die Bürgerinnen und Bürger durchschnittlich 35 Vögel pro Garten gemeldet (Vorjahr 34). Die Aktion fand bereits zum 14. Mal statt. Die Fachleute erhoffen sich durch die Langzeitbeobachtungen Hinweise darauf, wie sich die einheimische Vogelwelt verändert.
Die nächste Vogelzählung ist die «Stunde der Gartenvögel». Sie findet vom 9. bis 12. Mai statt. Wissenschaftliche Projekte, an denen sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen können, werden auch als Citizen Science bezeichnet.








