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Hochwassergefahr steigt in mehreren Bundesländern

In Niedersachsen wurden bereits 30 Pegel auf die dritte Warnstufe angehoben, während in Sachsen-Anhalt und Teilen Sachsens ebenfalls Alarmstufen erreicht wurden. Warnungen gibt es auch für andere Länder.

Sandsäcke vor dem Eingang der Sparkasse Rodenberg in Niedersachsen.
Foto: Ole Spata/dpa

In einigen deutschen Gebieten nimmt aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Tagen die Gefahr von Hochwasser zu.

Am frühen Morgen erreichten in Niedersachsen 30 Pegel die dritte von vier Warnstufen, wie der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mitteilte. Laut der Mitteilung überschritten unter anderem die Flüsse Weser, Aller, Leine und Oker diese Schwelle. Bei Stufe drei besteht die Möglichkeit von Überschwemmungen auf Grundstücken, größeren Flächen, Straßen und Kellern.

In zahlreichen Landkreisen in Niedersachsen wurden Bereiche mit Sandsäcken von Feuerwehren und ehrenamtlichen Helfern geschützt. In Rodenberg im Landkreis Schaumburg wurden vorsorglich auch Trafostationen von Einsatzkräften gesichert, wie ein vor Ort anwesender dpa-Reporter berichtete. Die Einwohner wurden in der Nacht durch Sirenen gewarnt.

Am frühen Morgen berichtete der Bürgermeister der Samtgemeinde, Thomas Wolf, dass das Hochwasser nun über das Wehr fließe. Helfer hätten von Haus zu Haus laufen müssen, um die Bewohner zu warnen. Insgesamt seien etwa 300 Helfer im Einsatz, sowohl von der Feuerwehr als auch vom Technischen Hilfswerk. Ein solches Hochwasser habe es in der Gemeinde seit 25 Jahren nicht mehr gegeben.

«Dauerregenlage dauert teilweise bis zum 1. Weihnachtstag»

In Sachsen-Anhalt wurden Warnungen für die Flüsse Mulde, Aller und Havel von der Hochwasservorhersagezentrale herausgegeben. An verschiedenen Messstellen im Bundesland wurden die Alarmstufen 1 und 2 überschritten, in Wolmirstedt im Landkreis Börde und in Tylsen im Altmarkkreis Salzwedel sogar die Alarmstufe 3. Auch in Teilen Sachsens hat sich die Hochwasserlage verschärft. An mehreren Pegeln wurde am Sonntagvormittag der Wert für die Alarmstufe 3 erreicht, zum Beispiel in Chemnitz.

Der Deutsche Wetterdienst gab am Samstagabend wegen des Dauerregens eine Warnung heraus für Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern und Sachsen. «Die Dauerregenlage dauert teilweise bis zum Montag, dem 1. Weihnachtstag, an», hieß es darin. «Bis dahin fallen in den Mittelgebirgen, teilweise auch bis in die Vorländer reichend, aufsummiert seit Donnerstag, insgesamt 40 bis 80 Liter pro Quadratmeter in 2 bis 4 Tagen.» In Staulagen seien sogar 80 bis 120 Liter möglich. Dies betreffe vor allem die westlichen Mittelgebirge, aber auch Oberharz, Fichtelgebirge und den Bayerischen Wald.

dpa