Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Hoffnungsschimmer: Neuer Bluttest erleichtert frühe Erkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Ein neuer Bluttest könnte die Früherkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs revolutionieren, indem er spezifische Biomarker identifiziert. Trotz vielversprechender Ansätze bleibt die Zuverlässigkeit des Tests umstritten, während gleichzeitig Fortschritte in der Behandlung mit dem neuen Wirkstoff Dar…

Neuer Bluttest weckt Hoffnung auf Früherkennung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Bildquelle: mostafa jamei auf Unsplash

Neuer Bluttest könnte frühe Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs ermöglichen

Die Früherkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs bleibt eine herausfordernde Aufgabe, da die meisten Tumoren oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt werden. Dies schränkt die Behandlungsmöglichkeiten erheblich ein. Ein neu entwickelter Bluttest könnte hier jedoch einen Wendepunkt darstellen. Ein internationales Forschungsteam hat ihn in einer Fachzeitschrift vorgestellt, doch bis zur praktischen Anwendung müssen noch mehrere Jahre vergehen, während weitere Studien die Effektivität des Tests überprüfen.

Diagnoseproblematik bei Pankreaskarzinomen

Die Aussichten für Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs sind besorgniserregend, denn rund 85 Prozent der Erkrankten versterben innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose. Oft wird der Krebs zu spät erkannt, häufig erst dann, wenn bereits Metastasen vorhanden sind. Der neue Bluttest hat das Ziel, drei spezifische Biomarker nachzuweisen: zwei Mikro-RNAs und ein Protein. Diese Biomarker können Hinweise auf Tumoren liefern, wobei die Mikro-RNAs sowohl in freier Form als auch innerhalb von Exosomen untersucht werden.

Zuverlässigkeit des Tests im Fokus

Die Herausforderung, geeignete Biomarker für Pankreaskarzinome zu finden, ist erheblich, da die Tumore nur geringe Mengen an Substanzen ins Blut abgeben. In einer durchgeführten Studie wurden Biomarker bei Patienten mit diagnostiziertem Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie bei Personen mit erhöhtem Risiko getestet. Es stellte sich heraus, dass der Test bei Risikopatienten oft falsche positive Ergebnisse lieferte, was die Zuverlässigkeit des Verfahrens in Frage stellt. Fachleute betonen die Notwendigkeit, auch weiterhin auf herkömmliche Untersuchungstechniken wie MRT oder endoskopischen Ultraschall zurückzugreifen.

Innovationen in der Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Zeitgleich mit den Fortschritten in der Früherkennung werden auch Behandlungsmethoden weiterentwickelt. Die US-Behörden haben einen neuen Wirkstoff namens Daraxonrasib für Patienten mit metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs zugelassen. Dieser RAS-Inhibitor richtet sich gegen ein Protein, das in den meisten Tumoren verändert ist und deren Wachstum begünstigt. Experten betrachten diesen Wirkstoff als bedeutenden Fortschritt, da er gezielt in einem entscheidenden Bereich der Tumorentwicklung ansetzt.

Erwartungen an neue Therapieansätze

Die medizinischen Fachgesellschaften zeigen sich optimistisch, dass Daraxonrasib als neuer Standard für Patienten dienen könnte, bei denen die erste Chemotherapie nicht wirksam war. Es gibt jedoch auch Einschränkungen: Rund die Hälfte der Patienten kann eine Resistenz gegen den Wirkstoff entwickeln. Zudem ist die Wirksamkeit oft nur temporär, da Tumoren nach einigen Monaten ebenfalls resistent werden können.

Zulassungsverfahren in Europa im Gang

Der Hersteller hat die Zulassung für Daraxonrasib auch bei der Europäischen Arzneimittelagentur beantragt, und eine Genehmigung wird in naher Zukunft erwartet. Experten warnen jedoch davor, sich allein auf den neuen Wirkstoff zu verlassen und bisherige Therapien auszusetzen, da das Pankreaskarzinom schnell fortschreiten kann. Zudem wird eine hohe Preisgestaltung für Daraxonrasib erwartet, was zusätzliche Hürden für die Patienten mit sich bringen könnte.


Quellen: tagesschau, t-online

Bildquelle: Bildquelle: mostafa jamei auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS