Studie zeigt, dass Jugendliche heute später und verantwortungsbewusster erste sexuelle Erfahrungen machen, mit Fokus auf Verhütung und fester Partnerschaft.
Erste sexuelle Erfahrungen: Jugendliche warten länger auf den richtigen Moment

Jugendliche in Deutschland lassen sich mit dem ersten Sex mehr Zeit als noch vor sechs Jahren. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) hervor, die in Köln vorgestellt wurde. Demnach haben 23 Prozent der 16-Jährigen schon Geschlechtsverkehr gehabt – bei der Vorgängeranalyse 2019 waren es 34 Prozent.
Gefragt nach den Gründen für Zurückhaltung gaben 47 Prozent der 14- bis 17-jährigen Mädchen an, den Richtigen oder die Richtige noch nicht gefunden zu haben – bei den Jungen waren es 55 Prozent. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Mädchen und ein Drittel der Jungen (34 Prozent) hielt sich für zu jung.
Auch in den anderen Altersgruppen ist der Anteil der bereits sexuell aktiven Jugendlichen und jungen Erwachsenen gesunken. Für die zehnte Analyse zur Jugendsexualität hatte das BIÖG zwischen Februar und Juli 2025 bundesweit mehr als 5.800 junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren befragt.
Fast alle Jugendlichen gaben demnach an, auf Verhütung zu achten: Nur 5 Prozent der 14- bis 17-Jährigen erklärten, beim «ersten Mal» nicht verhütet zu haben – 2019 waren es 9 Prozent. Am häufigsten griffen Jugendliche dabei zum Kondom (76 Prozent), gut ein Drittel verließ sich auf die Pille.








