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Kann ein neues Lidar-System F-35C Jets nachts aus 61,5 Kilometern erkennen?

In einer jüngsten Entwicklung aus China haben Wissenschaftler ein Lidar-System entworfen, das in der Lage sein soll, den Tarnkappenjet vom Typ F-35C nachts aus einer Distanz von bis zu 61,5 Kilometern zu identifizieren.

Chinas Forscher haben ein Lidar-System modelliert, das einen Tarnkappenjet vom Typ F-35C nachts aus bis zu 61,5 Kilometern erkennen soll
MICHAEL MCGARRY auf Pexels

In einer jüngsten Entwicklung aus China haben Wissenschaftler ein Lidar-System entworfen, das in der Lage sein soll, den Tarnkappenjet vom Typ F-35C nachts aus einer Distanz von bis zu 61,5 Kilometern zu identifizieren. Diese Erkenntnisse stammen aus einer Analyse der China Airborne Missile Academy, die sich mit Luft-Luft-Raketen befasst. Tagsüber beträgt die errechnete Reichweite lediglich 27,7 Kilometer.

Das innovative System nutzt Laserimpulse zur Zielerfassung, anstatt auf Radar zu setzen. Es sendet Lichtstrahlen aus und misst die schwachen Reflexionen, die von dem Ziel zurückkommen. In der Facharbeit wurde ein Einzelphotonen-Lidar verwendet, welches speziell dafür ausgelegt ist, auch geringe Mengen zurückkehrenden Lichts zu erfassen.

Vergrößerte Reichweite bei Dunkelheit

Für ihr Modell wählten die Forscher einen Laser mit einer Wellenlänge im unsichtbaren Infrarotbereich von 1064 Nanometern. Das System wurde für den Einbau in eine Rakete konzipiert, wodurch es klein, leicht und energieeffizient sein musste. Insbesondere bei Nacht sind die Bedingungen für die Erkennung günstiger, da es weniger störendes Umgebungslicht gibt. Dadurch können die Sensoren die schwachen Signale effektiver identifizieren als während des Tages.

Hohe Präzision auf kürzere Distanz

Auf kürzeren Distanzen bietet das Ortungssystem nicht nur die Fähigkeit, ein Ziel zu erkennen, sondern kann auch präzisere Informationen über die Form und Lage des Flugzeugs liefern. Bei einer Entfernung von 27,7 Kilometern erzielte das Modell eine Genauigkeit mit Abweichungen von lediglich 20 Zentimetern in der Tiefe und 50 Zentimetern seitlich.

Fragen zur praktischen Anwendbarkeit

Eine Reichweite von über 60 Kilometern bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die F-35C in Gefahr ist. Das Kampfflugzeug kann Luft-Luft-Raketen mit einer deutlich größeren Reichweite tragen. Daher könnte der neue Ansatz eher als Ergänzung zu bestehenden Radar- und Infrarotsystemen dienen, anstatt diese zu ersetzen.

Ob aus diesem Modell ein funktionierendes Erkennungssystem hervorgeht, bleibt abzuwarten. Bisher handelt es sich lediglich um eine Computersimulation, und es sind keine Tests mit einem integrierten oder flugerprobten System bekannt. Die Forscher planen, ihre Arbeit weiter zu verfeinern und die Erkennung von Tarnkappenzielen mit diesen Lasersuchern zu optimieren.

Chinas militärische Entwicklungen

Im Bereich der Tarnkappenflugzeuge haben die USA einen technologischen Vorsprung. China hingegen hat mit der J-20 bereits einen weitgehend einsatzbereiten Tarnkappenjäger der fünften Generation. Dieser zweisitzige Langstreckenjäger ist vor allem für die Bekämpfung gegnerischer Unterstützungsflugzeuge und Einsätze in großen Distanzen konzipiert. Darüber hinaus entwickelt China mit der J-35 und der trägergestützten Variante J-35A einen kompakteren Stealth-Jet, der perspektivisch von Flugzeugträgern aus operieren könnte.


Quellen: Focus

Bildquelle: MICHAEL MCGARRY auf Pexels

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS