«Missachtung der Unschuldsvermutung»: Wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung wird gegen Depardieu bereits seit 2020 ermittelt. Künstler bekunden ihre Unterstützung für den Star in einem offenen Brief.
Künstler beklagen «Lynchjustiz» an Depardieu

Mehrere Dutzend Künstler haben ihre Unterstützung im Zusammenhang mit Vergewaltigungsvorwürfen gegen den französischen Schauspielstar Gérard Depardieu bekundet.
In einem offenen Brief in der Tageszeitung «Le Figaro» beklagten sie «Lynchjustiz» und eine «Missachtung der Unschuldsvermutung». Zu den Unterzeichnern gehören die Schauspielerin Charlotte Rampling und die Musikerin und ehemalige französische First Lady, Carla Bruni.
Die Künstler kritisierten die Flut des Hasses, die sich über den preisgekrönten Schauspieler ergossen habe. «Wenn man Gérard Depardieu auf diese Weise angreift, greift man die Kunst an», heißt es in dem Brief. Frankreich schulde ihm sehr viel.
Depardieu wird bereits seit 2020 wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung untersucht. Es gibt auch eine weitere Klage gegen ihn wegen sexuellen Missbrauchs, die seit Mitte September läuft. Der Vorfall soll sich im Jahr 2007 ereignet haben. Es besteht die Möglichkeit, dass er auch aus der Ehrenlegion ausgeschlossen wird.
Mehrere Frauen erheben Vorwürfe sexueller Gewalt gegen den bekannten Schauspieler, der in über 200 Filmen mitgespielt hat. Depardieu bestreitet die Vorwürfe vollständig. In einem Dokumentarfilm, der Anfang Dezember ausgestrahlt wurde und seine Reise nach Nordkorea im Jahr 2018 behandelt, äußert Depardieu immer wieder frauenfeindliche und vulgäre Kommentare, wofür er scharf kritisiert wurde.








