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Fünf Verschüttete bei Lawinenabgang in Österreich gerettet

Die Bergungsarbeiten waren trotz extremer Lawinengefahr riskant und mussten zeitweilig unterbrochen werden, um Schneemassen wegzusprengen.

Ein Schild warnt in einem Skigebiet in den Alpen vor Lawinengefahr.
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Am Donnerstagvormittag wurde in Österreich eine noch unbekannte Anzahl von Menschen von einer Lawine erfasst. Laut einem Sprecher der Polizei in Innsbruck könnte die betroffene Gruppe bis zu 18 Personen umfassen. Vier der Verschütteten wurden am Mittag lebend gerettet. Die Bergungsarbeiten sind aufgrund der extremen Lawinengefahr in der Region auch für die Helfer sehr riskant.

Es wurde berichtet, dass die Arbeiten zeitweise gestoppt werden mussten, um die gefährlichen Schneemassen an den Hängen zu beseitigen.

Viel Neuschnee

Es gab einen Lawinenabgang auf dem Weg zur Martin-Busch-Hütte in den Ötztaler Alpen, die sich auf 2501 Metern Seehöhe befindet. In den letzten Tagen hatte es in den Tiroler Bergen viel Neuschnee gegeben.

Im Unglücksgebiet waren Hubschraubercrews, Bergretter, Hundestaffeln und Alpinpolizei. Laut Einsatzleiter Gregor Franke von der Tiroler Bergrettung handelte es sich bei der Lawine wahrscheinlich um eine Selbstauslösung, wie der Sender ORF berichtete. Die verschütteten Personen haben das Schneebrett nicht ausgelöst.

Erst am Dienstag wurde einer sechsköpfigen Wandergruppe am Bärenkopf am Achensee (Bezirk Schwaz) eine Gleitschneelawine zum Verhängnis. Ein 19-jähriger Deutscher wurde von den Schneemassen fast 300 Meter mitgerissen, verschüttet und getötet. Seine Begleiter überlebten den Unfall. Laut einer Analyse des Lawinenwarndienstes wurde die Lawine nicht unmittelbar von den Wanderern ausgelöst, da sich diese spontan gelöst habe. Es wurde jedoch davor gewarnt, dass Lawinen, die in der Höhe brechen, bis ins Grüne vorstoßen können.

dpa