Wegen des medizinischen Problems eines Crew-Mitglieds ist erst ein Außeneinsatz an der ISS abgesagt worden – und jetzt holt die Nasa die Crew sogar komplett vorzeitig zurück zur Erde.
Medizinische Gründe: Nasa holt ISS-Crew vorzeitig zurück

Erstmals in der Geschichte der Internationalen Raumstation ISS holt die US-Raumfahrtbehörde Nasa eine vierköpfige Astronauten-Crew wegen gesundheitlicher Probleme eines Crew-Mitglieds vorzeitig zurück zur Erde. Der Rückflug solle «in den kommenden Tagen» geschehen, teilte die Nasa bei einer Pressekonferenz mit. Man sei auf derartige Situationen immer vorbereitet.
Die NASA wollte sich zunächst nicht zur Identität des Crew-Mitglieds und zu Details des gesundheitlichen Problems äußern. Laut dem Chef-Mediziner der NASA, James Polk, hat der Vorfall nichts mit der Arbeit der Crew an Bord der ISS zu tun und handelt sich auch nicht um einen Notfall. Das betroffene Crew-Mitglied befindet sich in stabilem Zustand.
Nachfolge-Crew könnte nun früher starten
Zuvor hatte die Nasa wegen der gesundheitlichen Probleme des Crew-Mitglieds bereits einen für Donnerstag geplanten Außeneinsatz an der ISS kurzfristig abgesagt. An dem Außeneinsatz hatten die US-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke teilnehmen sollen. Sie sind gemeinsam mit dem japanischen Raumfahrer Kimiya Yui und dem russischen Kosmonauten Oleg Platonow seit Anfang August als «Crew 11» an Bord der ISS und sollten eigentlich noch ein paar Wochen bleiben.
Die geplante Startzeit der Nachfolge-Crew war Mitte Februar und könnte jetzt früher sein, so die Nasa. Seit etwa 25 Jahren leben und forschen Astronauten aus verschiedenen Ländern auf der ISS.
Seit etwa 25 Jahren leben und forschen Astronauten und Astronautinnen aus verschiedenen Ländern auf der ISS.








