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Mildere Temperaturen und Wind erwartet

Schlittern, frieren und im Stau stehen: Der Winter hat den Alltag vieler Menschen in Deutschland zuletzt stark geprägt. Jetzt zeichnet sich eine Beruhigung ab. Zumindest kurz.

Winterwetter in Frankfurt: Die Sonne lässt die Eisschicht auf den Bäumen schmelzen.
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Nach mehreren Tagen mit Glatteis, Schnee und verbreitetem Verkehrschaos steht den Menschen in Deutschland eine Verschnaufpause vom Winter bevor. «Die Wetterlage stellt sich in den kommenden Tagen grundlegend um», sagte Markus Übel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

Laut der Prognose erwartet uns am Wochenende hauptsächlich trockenes Wetter mit Sonnenschein in einigen Gebieten. Allerdings wird diese Ruhe nur von kurzer Dauer sein: Bereits in der kommenden Woche sollen die Temperaturen deutlich ansteigen und es wird teils starken Wind und Regen geben.

Am Freitag beruhigte sich die Situation auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen. In den Tagen zuvor gab es Unfälle, Staus und Sperrungen. Es musste nur noch vereinzelt mit Glätte gerechnet werden. Am Frankfurter Flughafen normalisierte sich der Betrieb nach vielen witterungsbedingten Flugausfällen.

Verkehr auf den Autobahnen fließt wieder

Die Autobahn 5 in Hessen, die seit Donnerstagmittag wegen Schnee und Eisglätte gesperrt war, konnte am Freitag wieder normal befahren werden. Die Vollsperrung nahe der Raststätte Reinhardshain, die nach einem tödlichen Unfall erfolgte, wurde ebenfalls am Mittag aufgehoben, so ein Polizeisprecher. Ein 50 Jahre alter Lkw-Fahrer war kurz nach Mitternacht in Richtung Kassel nahezu ungebremst auf das Ende eines Staus aufgefahren und starb noch an der Unfallstelle. Der Stau hatte sich gebildet, als Fahrzeuge bei Schnee und Glätte liegengeblieben waren.

Laut Polizei hatten einige Lastwagen in der Nacht zu Freitag keinen Treibstoff mehr, da die Fahrer ihre Heizungen eingeschaltet hatten. Darüber hinaus konnten einige Fahrer nicht starten, da sie sich an die gesetzlichen Ruhezeiten halten mussten. Aufgrund des Winterwetters hatten sich bereits in der vorherigen Nacht lange Staus gebildet. Am Donnerstag steckten Hunderte von Menschen stundenlang in Staus auf deutschen Autobahnen fest. Besonders betroffen waren die Autobahnen 3, 4, 5 und 7. Einige wurden von Rettungskräften mit Decken und heißen Getränken versorgt.

Betrieb am Frankfurter Flughafen normalisiert sich

Am Frankfurter Flughafen, wo in den vergangenen Tagen wegen des Winterwetters hunderte Flüge gestrichen wurden, hat sich der Betrieb wieder normalisiert. Ein Sprecher der Betreibergesellschaft Fraport gab bekannt, dass von den geplanten rund 1070 Flugbewegungen für den Tag zunächst nur rund 20 abgesagt wurden. Dies entspricht dem üblichen Rahmen. Am Mittwoch mussten etwa 700 und am Donnerstag nochmals knapp 350 Starts oder Landungen gestrichen werden.

Regen und Sturm in der kommenden Woche

Laut DWD soll Deutschland im Laufe des Wochenendes in den Einflussbereich eines starken Tiefdruckkomplexes über dem Nordatlantik und Großbritannien gelangen. Demnach ist der Himmel am Samstag im Norden stark bewölkt, während es in der Mitte bis in den Süden mehr Sonne gibt. Die Höchstwerte liegen in den meisten Regionen zwischen ein und vier Grad. Am Sonntag ändert sich daran wenig, abgesehen davon, dass es noch etwas wärmer wird.

Laut dem Meteorologen Markus Übel wird es in der kommenden Woche deutlich wärmer, jedoch auch windig und wechselhaft. Er prognostiziert stürmische Böen und Sturmböen bis ins Flachland. An der Küste wird es zu schwerem Sturm kommen und auch einzelne orkanartige Böen sind an der Nordsee möglich. Im Südosten Deutschlands wird etwas weniger Wind erwartet.

«Der Wind treibt auch mehrere Regenfelder über Deutschland hinweg. Dieser Regen in Kombination mit deutlich milderen Temperaturen macht dem Schnee rasch den Garaus», so Übel. Am Montag steigen die Temperaturen im Westen und Nordwesten wohl schon auf 10 bis 13 Grad. Im Südosten bleibt es mit Temperaturen um 5 Grad noch etwas kühler.

dpa