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Nach Tod von Zweijähriger wird gegen Mutter ermittelt

Ein zwei Jahre altes Mädchen ertrinkt in einem Fluss. Hat seine Mutter ihre Aufsichtspflicht verletzt? Gegen sie wird ermittelt.

Einsatzkräfte der DLRG suchten per Sonarabsuche das Gewässer der Lauchert nach dem zweijährigen Kind ab.
Foto: Christoph Schmidt/dpa

Die Ermittlungen gegen die Mutter des zweijährigen Mädchens im schwäbischen Bingen wurden nach dem Tod des Kindes eingeleitet. Der Staatsanwalt Ronny Stengel gab bekannt, dass gegen die 24-jährige Frau wegen fahrlässiger Tötung ermittelt werde.

Es wird vermutet, dass sie ihre Aufsichtspflicht verletzt hat. Er betonte, dass die Ermittlungen in dem Fall noch nicht abgeschlossen sind. Im Moment besteht kein Verdacht gegen den Vater. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Vater zum fraglichen Zeitraum nicht anwesend war.

Laut Polizei hat das zweijährige Mädchen ihr Elternhaus wahrscheinlich am späten Sonntagnachmittag zwischen 16.00 Uhr und 17.00 Uhr verlassen. Die Ermittler gaben am Donnerstag an, dass das Mädchen vollständig gekleidet war und Turnschuhe trug, nicht nur einen Schlafanzug, wie die Familie zuerst angegeben hatte.

Am Dienstag wurde das zweijährige Mädchen von Tauchern tot aus der Lauchert geholt. Das Wohnhaus der Familie liegt direkt neben dem Fluss.

Wie die Obduktion nun ergab, ist das Mädchen ertrunken. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft Hechingen und Polizeipräsidium Ravensburg gibt es bislang keine Hinweise auf eine Gewalteinwirkung oder eine Fremdbeteiligung am Tod des Kindes. «Ob und inwieweit eine Verletzung der Aufsichtspflicht für den Tod des Mädchens (mit-)ursächlich war, ist (…) Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen», hieß es.

dpa