Zwei Männer überlebten nach Navigations-App-Fehler tagelange Wanderung mit gefährlichen Begegnungen und zwölf Kilo schweren Rucksäcken.
Deutsche Touristen überleben Abenteuer in australischer Wildnis

Zwei junge Deutsche haben einen Ausflug in die australische Wildnis nur mit viel Glück überlebt, nachdem eine Navigations-App sie in eine abgelegene Region geführt hatte. Die Touristen hatten die Stadt Cairns im tropischen Norden von Queensland zu Monatsbeginn verlassen, wie das örtliche Umweltministerium (DES) mitteilte. Demnach waren die Männer mit einem Allradfahrzeug unterwegs zum Örtchen Bamaga auf der Kap-York-Halbinsel, einem der weltweit wenigen nahezu unberührten Landstriche.
Die App habe die Deutschen dann aber aufgefordert, von der Hauptstraße abzufahren und in den Oyala-Thumotang-Nationalpark abzubiegen – über eine unbefestigte Piste namens Langi Track. Dort sei der Wagen der beiden stecken geblieben, hieß es. «Wo wir feststeckten, sah es wirklich trocken aus. Die Oberfläche war trocken, aber darunter war es total nass und schlammig», sagte einer der Männer. Es sei unmöglich gewesen, das Fahrzeug zu befreien.
Tagelang zu Fuß unterwegs
Die Touristen mussten sich zu Fuß zurück in die Zivilisation begeben – mit zwölf Kilo schweren Rucksäcken, in denen sie ihre gesamte Ausrüstung und Vorräte transportierten. Sie wanderten tagelang hauptsächlich in den frühen Morgenstunden und ruhten sich in der Hitze des Tages aus. Danach gingen sie bis spät in die Nacht weiter.
Während ihrer Reise hatten sie auch mehrere Begegnungen mit der gefährlichen australischen Tierwelt, darunter einem Krokodil, einer Schlange und zahlreichen Spinnen, so die Deutschen. Erst nach etwa einer Woche erreichten sie den Küstenort Coen und informierten die Behörden darüber, dass sie ihr Auto im Nationalpark zurücklassen mussten.
«Die beiden haben großes Glück, am Leben zu sein», sagte der Ranger Roger James. Dies sei nicht der erste Vorfall gewesen, bei dem eine Navigations-App Menschen von der Hauptstraße aus in Nationalparks geschickt habe, wo sie sich dann verlaufen hätten oder ihre Fahrzeuge stecken geblieben seien. Statt eine App zu nutzen, sollten sie den Schildern folgen und offizielle Karten oder andere Navigationsgeräte verwenden.








