Ein Berliner Start-up nutzt Drohnen, um Samen von neuen Baumarten auf einer Waldfläche in Brandenburg auszubringen und so die Wiederbewaldung voranzutreiben.
Brandenburg: Waldbrandgebiet wird per Drohnen-Aussaat wieder aufgeforstet

Nach einem Waldbrand im brandenburgischen Beelitz im Sommer 2022 werden Drohnen eingesetzt, um neue Bäume wachsen zu lassen. Die Samen wurden mithilfe von Fluggeräten aus der Luft im Landeswaldrevier Seddin verteilt. Mit diesem Projekt geht Brandenburg einen neuen Weg in der Aufforstung und startet einen Versuch auf einer Waldfläche, die ungefähr die Größe von fünf Fußballfeldern hat.
Aufgrund der Altlasten an Kampfmitteln ist es kaum möglich, herkömmlich junge Bäume dort zu pflanzen. Ob das Experiment mit Drohnen erfolgreich ist und viele junge Bäume wachsen, wird sich erst nach Monaten bis Jahren zeigen.
Im Sommer 2022 gab es mehrere große Waldbrände in Brandenburg. Ein Feuer hatte sich allein bei Beelitz auf über 230 Hektar ausgebreitet. Es blieb eine stark verkohlte Fläche zurück. Jetzt soll der Wald sich erholen. Das Umweltministerium hat das Ziel, dass aus Kiefernwäldern naturnahe Mischwälder entstehen. Sie sollen widerstandsfähiger gegen die Auswirkungen des Klimawandels werden.
Zwölf Kilo Saatgut-Pellets für einen Hektar Wald
Ein Start-up aus Berlin hat die Absicht, die Wiederbewaldung aus der Luft voranzutreiben. Für die 3,5 Hektar große Versuchsfläche im Forstrevier Seddin wurden leichte Samen der Baumarten Sandbirke, Eberesche, Douglasie und Küstentanne ausgewählt und zu Pellets verarbeitet. Gemäß dem Gründer und Geschäftsführer der Firma, Ole Seidenberg, können zwölf Kilo Pellets in den Behälter unter der Flugdrohne passen. Das Ministerium gibt an, dass damit Saatgut für einen Hektar Wald ausgebracht werden kann. Die genauen Flugrouten für den Abwurf aus einer Höhe von etwa 10 bis 15 Metern wurden zuvor erkundet.
Das Wetter spielt eine wichtige Rolle – zu hohe Trockenheit und zu viel Regen könnten dem Saatgut schaden. Das Ministerium warnt auch vor dem Risiko des Wildverbisses, da Rehe und Hirsche gerne die Triebe junger Bäume fressen.








