Wegen eines medizinischen Problems holt die US-Raumfahrtbehörde eine Besatzung vorzeitig von der ISS zurück. Am Mittwoch soll es losgehen. Zuvor musste das Kommando übergeben werden.
Neues Kommando auf ISS vor Rückholaktion

Vor der vorzeitigen Rückkehr von vier Astronauten von der Internationalen Raumstation ISS hat sich das Kommando an Bord geändert. Der US-Astronaut Michael Fincke übergab es an seinen russischen Kollegen Sergej Kud-Swertschkow.
Die Rückkehr der vier Raumfahrer soll am Mittwoch starten. Ein medizinisches Problem ist der Grund, wobei die US-Raumfahrtbehörde nicht bekannt gab, wer betroffen ist und um welches Problem es sich handelt.
Fincke äußerte bei der live übertragenen Zeremonie an Bord der ISS, dass er dies mit gemischten Gefühlen tue, bevor er Kud-Swertschkow den symbolischen Schlüssel zur ISS übergab.
Neue Crew könnte früher als geplant zur ISS fliegen
«Trotz aller Veränderungen und Schwierigkeiten werden wir unsere Arbeit auf der ISS fortführen», sagte Kud-Swertschkow. Als Kommandant muss sich der Kosmonaut unter anderem darum kümmern, dass die Crew zusammenhält und die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen auf der Erde klappt. Sein erster Befehl als Kommandant: Eine gemeinsame Umarmung des gesamten ISS-Teams.
Die NASA hatte zuvor angekündigt, dass die vier Mitglieder der Crew-11 – bestehend aus Fincke, seiner NASA-Kollegin Zena Cardman sowie dem japanischen Raumfahrer Kimiya Yui und dem russischen Kosmonauten Oleg Platonow – aufgrund eines medizinischen Problems in dieser Woche vorzeitig zur Erde zurückgeholt werden sollen – zum ersten Mal in der Geschichte der ISS.
Während der Zeremonie zum Kommandantenwechsel waren sämtliche Besatzungsmitglieder anwesend und gaben kurze Statements ab. Ursprünglich war geplant, dass die Crew-11 noch einige Wochen an Bord der ISS verbleiben sollte. Der Start der Nachfolge-Crew ist derzeit für Mitte Februar geplant, könnte jedoch früher stattfinden.
Der aktuelle Kommandant Kud-Swertschkow flog im November zusammen mit seinem Kosmonauten-Kollegen Sergej Mikaew und dem Nasa-Astronauten Christopher Williams mit einer Sojus-Rakete zur ISS. Die drei werden voraussichtlich bis zum Sommer bleiben.








