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Altersgrenze aufgehoben: Hamburgerin unter den Finalistinnen für «Miss Germany»

Neue Regeln ermöglichen Teilnahme von Frauen über 39 Jahren. Spannende Veränderungen im traditionsreichen Wettbewerb mit Fokus auf Persönlichkeit und Verantwortung.

Mignon Kowollik (dritte von rechts) kann nun auch an der Wahl zur "Miss Germany" teilnehmen. Die Altersgrenze wurde in diesem Jahr aufgehoben.
Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Noch vor einem Jahr durfte sie nicht teilnehmen, nun ist die Hamburgerin Mignon Kowollik (42) unter den zehn Finalistinnen für den Titel «Miss Germany». Die bisherige Altersgrenze von 39 Jahren sei aufgehoben worden, sagte der Geschäftsführer der Miss Germany Studios, Max Klemmer, der Deutschen Presse-Agentur im Europa-Park im südbadischen Rust. Dort soll am Samstag (24.2.) die neue «Miss Germany» gekürt werden.

«Ich habe eine E-Mail geschrieben, ob sie das nicht überdenken möchten», sagte Kowollik, die als Sexualberaterin und Moderatorin arbeitet, der dpa mit Blick auf die bisherige Altersbegrenzung. Die jüngste Teilnehmerin des diesjährigen Finales ist Adwoa Awuah (22) aus Essen.

Das Mindestalter für den Wettbewerb beträgt Klemmer zufolge 18 Jahre. Der Siegerin des Wettbewerbs winkt – wie schon im vergangenen Jahr – der «Female Leader Award». Er ist mit einer Siegprämie von 25 000 Euro verbunden.

«Miss Germany» war einst ein Wettbewerb mit Bikini-Runden auf dem Laufsteg. Vor einigen Jahren läuteten die Veranstalter dann einen Imagewandel ein. Seit 2019 zählen die Persönlichkeit der Teilnehmerinnen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Es bewarben sich diesmal laut Veranstalter rund 15 000 Frauen.

Zu den Finalistinnen gehört Tamara Schwab (31) aus dem bayerischen Roth. Sie lebt nach eigenen Angaben seit zweieinhalb Jahre mit einem Spenderherz. «Ich kann wieder ein normales Leben führen», sagte sie.

Christina Modrzejewski (28) aus Dinslaken kämpft mit schweren Herausforderungen: Im Jahr 2021 wurde sie mit einer seltenen Autoimmunerkrankung diagnostiziert. Die gelernte Krankenschwester ist nun auf einen Rollstuhl und elektronische Orthesen angewiesen. Mit Orthesen können unter anderem geschädigte Gelenke stabilisiert, Gliedmaßen ruhig gestellt und Fehlhaltungen korrigiert werden.

dpa