Die Zeitspanne, um eine Familie zu gründen, ist bei Großen Pandas sehr kurz. Bei Pandaweibchen Meng Meng im Berliner Zoo war es nun so weit. Experten haben nachgeholfen.
Pandaweibchen Meng Meng wurde künstlich besamt

Das Pandaweibchen Meng Meng ist von Experten im Berliner Zoo künstlich besamt worden, um die Nachwuchs-Chancen zu erhöhen. Meng Meng und ihr Partner Jiao Qing – das bundesweit einzige Pandapärchen – seien in der Nacht von Montag auf Dienstag unter Narkose gesetzt worden, teilte der Zoo mit und schrieb: «Daumen drücken für Panda-Baby(s)».
Laut den Hormonwerten signalisierte die Pandadame, dass sie empfängnisbereit war. Das Zeitfenster dafür beträgt maximal 72 Stunden – normalerweise im Frühjahr – und ist daher sehr kurz.
Zuerst gab es natürliche Paarungsversuche: Das elfköpfige Expertenteam hat Meng Meng mehrmals mit ihrem Partner Jiao Qing zusammengebracht. Sie hat jedoch gemischte Signale gezeigt. Um ihn nicht zu verletzen, entschied sich das Team dann für eine künstliche Besamung, wie der Zoo erklärte. Zuerst wurde Jiao Qing unter Narkose gesetzt, dann Meng Meng. Beide haben die Prozedur gut überstanden.
Gewissheit über Nachwuchs erst kurz vor der Geburt
Die Gewissheit über Nachwuchs beim Großen Panda erhalte man erst kurz vor der Geburt, sagte Zoodirektor Andreas Knieriem laut Mitteilung. «Die Bären müssen sich genügend Energiereserven anlegen, damit die Trächtigkeit erfolgreich verläuft.» Erst in spätestens sechs Monaten werde man erfahren, ob die Besamung erfolgreich war.
In der vergangenen Woche kamen Experten, um bei der möglichen Fortpflanzung zu unterstützen – darunter zwei erfahrene Fachleute für Reproduktionsmedizin aus China. Dem Pandapärchen wurde bereits einmal mit künstlicher Befruchtung geholfen. Die Panda-Geburt im Jahr 2019 war eine Sensation: Die Zwillinge Pit und Paule sind jedoch nicht mehr in Berlin, sondern wurden Ende des letzten Jahres nach China gebracht. Dadurch ist in der Panda-Anlage im Zoo, die einst zehn Millionen Euro gekostet hat, wieder Platz für Jungtiere.








