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Partner aus Frust getötet? 36-Jährige schweigt vor Gericht

Ein Mann will sich nach der Arbeit auf dem Sofa ausruhen, als ein Stich seine Halsschlagader trifft. Aus Beziehungsfrust soll ihn seine Partnerin getötet haben. Sie steht nun wegen Mordes vor Gericht.

Eine Justizmitarbeiterin nimmt der Angeklagten beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Ravensburg die Handschellen ab.
Foto: Aleksandra Bakmaz/dpa

Eine 36-Jährige muss sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Ravensburg wegen Mordes verantworten. Die Frau soll ihren Partner im vergangenen September nach 16 Jahren Beziehung getötet und seine Leiche in einem Hochbeet versteckt haben. Zu den Vorwürfen wollte sich die Deutsche zu Prozessbeginn nicht äußern.

Die Anklage wirft ihr vor, dass sie ihren 39-jährigen Lebensgefährten im gemeinsamen Haus in Ravensburg mit einem spitzen Gegenstand – vermutlich einem Messer – in den Hals gestochen hat. Der Mann wollte sich gerade nach der Arbeit auf dem Sofa ausruhen, als sie ihm heimtückisch die Halsschlagader durchtrennt hat.

Die Angeklagte versteckte seine Leiche anschließend in einem extra für diesen Zweck von ihr aufgestellten Hochbeet. Die gelernte Restaurantfachfrau hatte bei der Polizei ihren Partner als vermisst gemeldet.

Im Oktober wurden das Grundstück und das Haus des Paares durchsucht, da sich die 36-Jährige in Widersprüche verstrickt und auffällig verhalten hatte. Dabei wurde die Leiche von den Ermittlern entdeckt, und die Frau befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagte ihren Partner getötet hat, weil sie sich in den letzten Jahren nicht mehr ausreichend beachtet und wertgeschätzt fühlte. Angaben zu der Beziehung wollte die Frau vor Gericht nicht machen. Sich selbst bezeichnete sie als Einzelgängerin, die sich oft im Leben ausgeschlossen gefühlt habe. Sie habe ein Alkoholproblem gehabt, finanzielle Probleme seien dazu gekommen. Um sich zu beruhigen, habe sie schon Wein zum Frühstück getrunken.

„Die Veranstaltung findet am 15. Juni um 18:00 Uhr im Konferenzraum statt.“ Die Veranstaltung wird am 15. Juni um 18:00 Uhr im Konferenzraum abgehalten.

dpa