Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Polizei fasst Lkw-Diebe in Polen

Die organisierte Bande räumte Waren aus fahrenden Lkw aus. Bordkamera hielt spektakulären Diebstahl fest, Täter springt auf Motorhaube.

Die Polizei in Polen hat drei Männer festgenommen, die jahrelang Lkw während der Fahrt ausräumten.
Foto: Doris Heimann/dpa

Die Polizei in Polen hat drei Diebe festgenommen, die Waren von Lastwagen während der Fahrt gestohlen haben. Die Männer gehören angeblich einer organisierten Bande an, die in den letzten fünf Jahren dutzende solcher Verbrechen begangen haben soll, wie die Polizei in Niederschlesien bekannt gab.

Die Diebe wurden von der Bordkamera eines betroffenen Lastwagens dabei gefilmt, wie sie vorgingen. Nachts näherten sie sich in einem schnellen Auto einem Lastwagen, der auf der Autobahn fuhr. Der Fahrer schaltete sein Abblendlicht aus und fuhr dann so nah wie möglich an das Heck des Sattelaufliegers heran, um nicht in das Blickfeld des Lastwagenfahrers zu geraten.

«Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie einer der Männer durch ein offenes Fenster aus dem Wageninneren steigt und dann auf die Motorhaube klettert. Als sich das Auto dem Lkw nähert, reißt der Täter die Sicherung der Plane auf und steigt in den Anhänger», heißt es in der Mitteilung der Polizei. Später sei der Täter von dem Auflieger wieder zurück auf die Motorhaube des Pkw gesprungen, bevor er durch das geöffnete Fenster ins Wageninnere gelangte.

Polizei nimmt Diebesbande fest

Der Diebstahl wurde von den Lkw-Fahrern oft erst am Ziel bemerkt, aufgrund der ungewöhnlichen Vorgehensweise. Ein Fernfahrer entdeckte die Methode, als er auf der Autobahn S8 östlich von Breslau (Wroclaw) das verdächtige Fahrverhalten eines Pkw bemerkte und die Polizei verständigte.

Die Fahrzeuginsassen wurden verhaftet und ihre Wohnungen durchsucht. Jetzt befinden sich die drei Männer aus der Ukraine in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und versuchtem Einbruchdiebstahl. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu zehn Jahre Haft.

dpa