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Polizei und Feuerwehr appellieren: «Greift uns nicht an»

Im vergangenen Jahr sorgten Angriffe auf Einsatzkräfte an Silvester in Berlin bundesweit für Empörung. In diesem Jahr ordnet die Polizei Verstärkung an – und warnt in einem Video vor den Konsequenzen.

Im vergangenen Jahr wurden in Berlin Rettungskräfte nach Worten von Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik gezielt in mutmaßliche Hinterhalte gelockt.
Foto: Julius-Christian Schreiner/TNN/dpa

Polizei und Feuerwehr in Berlin warnen zum Start des Feuerwerksverkaufs mit einem gemeinsamen Video vor dem Missbrauch von Böllern und Raketen. «Wir gehen gemeinsam in den Einsatz. Damit ihr Silvester sicher feiern könnt. Und um euch zu helfen, wenn ihr uns braucht», sagen eine Polizistin, ein Polizist und ein Feuerwehrmann in dem am Mittwoch auf der vormals als Twitter bekannten Plattform X veröffentlichten Posting.

https://x.com/polizeiberlin/status/1739967242245411121?s=20

«Bitte respektiert unsere Arbeit. Gebt uns genug Platz dafür. Und folgt unseren Anweisungen», heißt es weiter. «Greift uns nicht an. Beschießt uns nicht mit Böllern, Raketen oder Schreckschusswaffen. Ihr macht euch strafbar und euch drohen mehrere Jahre Gefängnis.» Die drei Beteiligten appellieren: «Also verbaut euch nicht eure Zukunft. Und respektiert uns. Die Menschen, die für euch und eure Familien da sind.»

Während des Verkaufs finden offiziell an drei Tagen Feuerwerksartikel der Kategorie F2 im Handel statt – das beinhaltet Böller, Raketen und Feuerwerksbatterien. Die Polizei hat bereits im Voraus auf die Böllerverbotszonen zu Silvester hingewiesen. Diese befinden sich am Alexanderplatz, im Bereich des Steinmetzkiezes in Schöneberg und auf einem Teil der Sonnenallee sowie angrenzenden Nebenstraßen. Das Verbot gilt vom Silvesterabend um 18 Uhr bis Neujahr um 6 Uhr.

Größter Polizeieinsatz in Berlin seit Jahrzehnten

Im letzten Jahr gab es Vorfälle, die bundesweit Empörung auslösten – in der Hauptstadt wurden Rettungskräfte gezielt in vermutete Hinterhalte gelockt, wie Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik sagte. In Berlin wird es zum Jahreswechsel den größten Polizeieinsatz an Silvester seit Jahrzehnten geben, auch in anderen Städten sollen zahlreiche Polizisten für Sicherheit sorgen.

Die Berliner Feuerwehr ist gut vorbereitet, wie Feuerwehrsprecher Vinzenz Kasch im RBB24 Inforadio sagte. Nach den Übergriffen im letzten Jahr wurden in den betroffenen Kiezen Projekte mit Jugendlichen initiiert und die Zusammenarbeit mit der Polizei verstärkt.

«Wir können davon ausgehen, dass es auch wieder solche Szenen wie im vergangenen Jahr geben wird – aber wir haben uns da eben jetzt anders aufgestellt, in der Abstimmung mit der Polizei, in der Information der eigenen Einsatzkräfte», sagte Kasch.

dpa