Immer mehr Raketenstarts hinterlassen Spuren – nicht nur im All, sondern auch in der Erdatmosphäre. Forscher schlagen Alarm: Der Wiedereintritt von Satelliten und Raketenteilen könnte langfristige Auswirkungen auf Klima und Ozonschicht haben.
Raketenschrott belastet die Atmosphäre – Wissenschaftler warnen vor Folgen

Mit der wachsenden Zahl von Satellitenmissionen und kommerziellen Raketenstarts nimmt auch die Menge an Weltraumschrott zu. Beim kontrollierten oder unkontrollierten Wiedereintritt verglühen viele dieser Teile in der Atmosphäre – dabei entstehen chemische Rückstände.
Metallpartikel in hohen Luftschichten
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass beim Verglühen unter anderem Aluminiumoxide und andere Metallpartikel freigesetzt werden. Diese gelangen in hohe Atmosphärenschichten, wo sie sich anreichern können.
Fachleute weisen darauf hin, dass diese Partikel potenziell die Zusammensetzung der Stratosphäre beeinflussen könnten. Besonders sensibel ist die Ozonschicht, die vor schädlicher UV-Strahlung schützt.
Zahl der Starts steigt rasant
Private Raumfahrtunternehmen und staatliche Programme treiben die Zahl der Raketenstarts weltweit deutlich nach oben. Tausende neue Satelliten – vor allem für Internetdienste – wurden in den vergangenen Jahren in den Orbit gebracht.
Jeder Start erzeugt Emissionen, sowohl beim Abheben als auch beim späteren Wiedereintritt ausgedienter Bauteile. Die kumulative Wirkung dieser Prozesse wird erst seit kurzem systematisch erforscht.
Forschung fordert genauere Regulierung
Experten plädieren für eine stärkere Beobachtung und internationale Regeln im Umgang mit Raumfahrtaktivitäten. Ziel sei es, die Umweltfolgen besser zu verstehen und mögliche Risiken frühzeitig zu begrenzen.
Die Verschmutzung durch Raketenschrott ist bislang im Vergleich zu anderen Emissionsquellen gering, doch mit zunehmender Raumfahrtaktivität rückt das Thema stärker in den Fokus der Wissenschaft.








