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Rügen und Usedom: Nosferatu-Spinne nun auch an der Ostseeküste anzutreffen

Die Nosferatu-Spinne hat Rügen und Usedom erreicht und breitet sich in Norddeutschland weiter aus. Experten warnen vor einer dauerhaften Ansiedlung und geben Tipps für den Umgang mit der Art.

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Nosferatu-Spinne breitet sich an der Ostsee aus: Rügen und Usedom betroffen
Syrio via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Nosferatu-Spinne in Rügen und Usedom gesichtet

Die Nosferatu-Spinne hat die Ostsee-Inseln Rügen und Usedom erreicht. Diese Spezies, deren Ursprung im Mittelmeerraum liegt, breitet sich seit ihrer Erstentdeckung in Deutschland im Jahr 2005 rasant aus und ist mittlerweile in zahlreichen Regionen des Landes zu finden. Besonders in Norddeutschland mehren sich die Meldungen über Sichtungen dieser Spinne.

Verbreitung in Norddeutschland

Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) wurden in den letzten Jahren immer wieder Exemplare in Mecklenburg-Vorpommern beobachtet. Alexander Wirth, ein Vertreter von Nabu/naturgucker, äußerte, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Nosferatu-Spinne in dieser Region eine dauerhafte Heimat findet. Es wird vermutet, dass sie möglicherweise bereits in dem bislang unbesiedelten Bundesland Fuß gefasst hat.

Häuft sich in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein sind die Meldungen über die Nosferatu-Spinne ebenfalls angestiegen. So wurden Sichtungen unter anderem in Lübeck dokumentiert. Wirth hebt hervor, dass die Art zunehmend aus Norddeutschland berichtet wird und die kühleren klimatischen Bedingungen offenbar keinen Einfluss auf ihr Vorkommen haben.

Lebensweise und Besonderheiten der Nosferatu-Spinne

Die Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) zählt zu den größten Spinnenarten in Deutschland. Männchen erreichen bis zu 13 Millimeter, während Weibchen eine Größe von bis zu 19 Millimetern erreichen können. Bei ausgestreckten Beinen kann die Spinne eine Spannweite von etwa fünf Zentimetern erreichen. Ihre speziellen Haftstrukturen an den Füßen erlauben es ihr, auch an glatten Flächen wie Glas zu klettern.

Verhalten bei Sichtungen

Im Winter zieht es die Nosferatu-Spinne in beheizte Räume, wo sie sich wohler fühlt. Hubert Höfer, Wissenschaftler am Naturkundemuseum Karlsruhe, empfiehlt, bei einer Sichtung in der eigenen Wohnung ruhig zu bleiben und die Spinne behutsam nach draußen zu setzen.

Biss und Gefährlichkeit

Der Biss der Nosferatu-Spinne kann die menschliche Haut durchdringen, stellt jedoch für den Menschen keine ernsthafte Gefahr dar. Die Symptome eines Bisses sind mit einem Wespenstich vergleichbar. In der Regel beißt die Spinne nur, wenn sie sich bedroht fühlt. Es ist wichtig, mögliche Verwechslungen mit einheimischen Winkelspinnen zu berücksichtigen, da die Nosferatu-Spinne eine auffällige Rückenzeichnung aufweist, die an einen Vampir erinnert.

Schlussfolgerung zur Ausbreitung der Nosferatu-Spinne

In den letzten Jahren hat sich die Nosferatu-Spinne in Deutschland erheblich verbreitet und ist nun auch an der Ostseeküste angekommen. Ihre Fähigkeit, sich an unterschiedliche klimatische Bedingungen und Lebensräume anzupassen, lässt darauf schließen, dass sie weiterhin expandieren wird. Die zunehmenden Sichtungsmeldungen in Norddeutschland deuten auf eine mögliche Etablierung der Art in diesen Gegenden hin.


Quellen: Bild, Sie versteckt sich in Wohnungen: Diese Giftspinne lebt jetzt auch auf Rügen und Usedom, Giftige Nosferatu-Spinne breitet sich weiter in MV aus

Bildquelle: Syrio via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

TS