Auf freier Strecke bremst eine U-Bahn abrupt ab. Grund könnte das Wetter gewesen sein. Am Ende scheinen doch mehr Menschen verletzt worden zu sein als zunächst angenommen.
Rund 100 Menschen bei U-Bahn-Unfall verletzt

Bei einem Zug-Unfall in Peking wurden mehr als hundert Menschen verletzt. Laut der städtischen Verkehrsbehörde wurden über 500 Personen zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Etwa 100 erlitten Knochenbrüche, aber es gab keine Todesopfer.
Zwei Waggons einer oberirdischen U-Bahnlinie wurden auf freier Strecke voneinander getrennt. Der genaue Unfallhergang ist noch nicht endgültig geklärt. Laut staatlichen Medien gehen die Behörden vorläufig davon aus, dass das schneebedeckte, rutschige Gleis zu einem missglückten Bremsmanöver führte, was wiederum zu dem Zusammenstoß und der Trennung der Waggons führte. Augenzeugenberichten zufolge fielen Passagiere von ihren Sitzen und Fensterscheiben zerbrachen, als die beiden Waggons aufeinandertrafen. Die Menschen saßen laut Angaben bis zu einer Stunde in den Waggons fest, bis Rettungskräfte sie befreiten. Auf Online-Fotos war zu sehen, wie die beiden beschädigten Zugteile voneinander entfernt waren.
Heftiger Schneefall
Gemäß offiziellen Angaben verließen am Freitagmorgen 423 Personen das Krankenhaus erneut, während 67 stationär aufgenommen wurden. Unmittelbar nach dem Unfall gegen 19.00 Uhr Ortszeit am Donnerstagabend war anfangs von 30 Verletzten die Rede.
In den letzten Tagen gab es in Peking und Nordchina viel Schnee. Fernzüge hatten große Verspätungen oder fielen teilweise aus. Kindergärten blieben geschlossen. Grund- und Mittelschulen wechselten zum Online-Unterricht. Peking, mit seinen rund 21,8 Millionen Einwohnern, verfügt über eines der größten U-Bahnnetze der Welt mit 27 Linien.
Der Zug der Changping-Linie fuhr zum Zeitpunkt des Unfalls am Rand Pekings stadtauswärts. «China Daily» zufolge transportiert die Linie an Werktagen ungefähr 400.000 Menschen.








