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Erdbeben vor Taiwan: Tsunamiwarnung und Verletzte

Taiwan liegt in einem erdbebengefährdeten Gebiet. Nun wurde die Insel erneut erschüttert. Das Ereignis lässt Erinnerungen an ein schweres Beben vor fast 25 Jahren wach werden.

Zuletzt wurde Taiwan im September 1999 von einem Beben der Stärke 7,3 getroffen.
Foto: Chiang Ying-Ying/AP/dpa

Laut lokalen Medienberichten wurden bei dem schweren Erdbeben vor der Ostküste Taiwans Menschen verletzt und Häuser schwer beschädigt. In Neu-Taipeh im Norden stürzte ein Lagerhaus ein und verletzte drei Menschen, wie mehrere Medien berichteten. Nach den Erdstößen am Mittwochmorgen (Ortszeit) gaben die taiwanischen und japanischen Behörden Tsunamiwarnungen aus. Die taiwanische Wetterbehörde registrierte an der südöstlichen Küste der Insel Hualien ein Beben der Stärke 7,2 in einer Tiefe von 15,5 Kilometern. Die Erdbebenwarte der USA (USGS) gab eine Stärke von 7,4 in der Region an.

Auch aus anderen Regionen des Landes wurden Schäden gemeldet. Präsidentin Tsai Ing-wen und Premierminister Chen Chien-jen sollten am Vormittag in der zentralen Notfall-Leitstelle in Neu-Taipeh, das die Hauptstadt Taipeh umgibt, eintreffen. Der wichtige Halbleiterhersteller Taiwans, TSMC, stoppte die Produktion, wie die Behörde des Industrieparks der Stadt Hsinchu bekannt gab. Es wurde berichtet, dass die Firma Arbeiter während des Erdbebens evakuierte. Derzeit überprüft das Unternehmen den Zustand der Maschinen.

Der öffentliche Nahverkehr auf der Schiene wurde in mehreren großen Städten der Insel mit mehr als 23 Millionen Einwohnern eingestellt. Auch der Schnellzugverkehr wurde unterbrochen.

In Japan wurde vor Taiwan eine Warnung vor einem drei Meter hohen Tsunami für nahegelegene Inseln der südwestjapanischen Präfektur Okinawa ausgelöst. Die Bewohner der betroffenen Inseln wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Im September 1999 wurde Taiwan von einem Beben der Stärke 7,3 erschüttert. Damals verloren über 2400 Menschen ihr Leben. Taiwan befindet sich in einer seismisch aktiven Zone an der Grenze der eurasischen Platte und der philippinischen Meeresplatte.

dpa