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Seit sechs Jahren vermisster Junge kehrt zurück

Die Freude seiner Großmutter ist unbeschreiblich: Ein seit 2017 verschollener britischer Teenager kehrt nach einer Odyssee in Südeuropa endlich nach Hause zurück.

Susan Caruana, die Großmutter und Sorgeberechtigte des seit sechs Jahren vermissten britischen Jungen (undatiertes Handout).
Foto: Darren Robinson/Oldham Times/PA Media/dpa

Ein britischer Junge, der seit sechs Jahren vermisst wurde, ist wieder in seiner Heimat. Laut der Greater Manchester Police kehrte der 17-Jährige am Samstagabend zu seiner Großmutter in Oldham bei Manchester zurück. Im Jahr 2017 war er mit seiner Mutter und seinem Großvater, obwohl sie eigentlich ein Kontaktverbot hatten, in den Urlaub nach Spanien gereist – aber er kehrte nie zurück.

Das Trio verbrachte in den kommenden Jahren seine Zeit hauptsächlich in Südfrankreich, aber auch in Spanien und Marokko, in einer wandernden spirituellen Gemeinschaft. Vor kurzem ging der Teenager heimlich von der Gruppe weg – laut seiner sorgeberechtigten Großmutter eine Sekte – und meldete sich auf einer französischen Polizeiwache, nachdem er mehrere Tage umhergeirrt war.

Der 17-Jährige habe in Toulouse seinen Stief-Großvater sowie britische Polizisten getroffen und sei mit ihnen nach Großbritannien geflogen, teilte die Polizei weiter mit. «Das war zweifellos ein riesiger Moment für ihn und seine Lieben, und wir sind froh, dass sie sich nach all der Zeit wiedersehen konnten», sagte Assistant Chief Constable Matt Boyle. Erst wenn sie in Ruhe mit dem Jungen gesprochen habe, werde die Behörde über die Aufnahme strafrechtlicher Ermittlungen entscheiden, sagte Boyle.

Die Großmutter des Jungen zeigte sich bereits am Freitagabend erleichtert. «Ich habe gestern Abend mit ihm gesprochen, und es tat so gut, seine Stimme zu hören und ihn zu sehen», sagte sie nach einem Videotelefonat. «Ich kann es nicht abwarten, mit ihm wieder vereint zu sein.»

dpa