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Soldaten im Hochwassereinsatz – Eis und Schnee erwartet

Mit Sandsäcken versuchen Helfer, das Wasser aus den Orten in Hochwassergebieten zu halten. Seit Freitag ist nun auch die Bundeswehr im Einsatz. Stellenweise könnte die erwartete Eiseskälte helfen.

Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) laden in Oldenburg zahlreiche Sandsäcke ab. Ein mobiler Deich soll die Wohngebiete im Stadtteil Bümmerstede vor einem drohenden Hochwasser schützen.
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Zum ersten Mal während der aktuellen Hochwasserlage sind Soldaten der Bundeswehr im Einsatz. Eine Sprecherin der Bundeswehr sagte, dass rund 200 Zeit- und Berufssoldaten seit gestern im Landkreis Mansfeld-Südharz im Süden Sachsen-Anhalts beim Befüllen und Verteilen von Sandsäcken helfen. Das Ziel ist es, zunächst einen Deichabschnitt in Sangerhausen zu stabilisieren. Seit Tagen drückt das Wasser dort gegen den Deich.

Aufgrund der angespannten Hochwasserlage in Niedersachsen stehen weiterhin Hubschrauber der Bundeswehr bereit, um bei Bedarf Hilfe aus der Luft zu leisten. Laut Landeskommando sind insgesamt zehn Maschinen vom Heer, der Marine und Luftwaffe an verschiedenen Standorten im Bundesland stationiert. Die Hubschrauber könnten beispielsweise bei Evakuierungen und dem Transport von schweren Sandsäcken unterstützend eingesetzt werden.

In Bremen, wo zum Beispiel im Bereich der Wümme eine Warnung vor großem Hochwasser besteht, war die Lage laut Feuerwehr in der Nacht eher stabil. Es gab keine entsprechenden Einsätze. Dennoch könne man nicht von einer entspannten Situation sprechen, sagte ein Sprecher.

Wasserstände könnten fallen – Lage bleibt angespannt

Die Wasserstände an Flüssen in Niedersachsen könnten in den nächsten Tagen abnehmen. „Wir erwarten einen Trend zu sinkenden Wasserständen“, sagte Anne Rickmeyer, die Direktorin des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Es könnte jedoch noch mehrere Tage oder sogar eine weitere Woche dauern, bis die Wasserstände unterhalb des kritischeren Niveaus liegen.

Wetterdienst sagt Temperatursturz voraus

Nachdem es längere Zeit geregnet hat, kommt es nun zu einem Wetterumschwung, der weite Teile Deutschlands mit eisiger Kälte bringt. Laut DWD treten heute noch Regenschauer in der Landesmitte und im Südwesten auf, während im Restgebiet vereinzelt Schnee fällt.

In Sachsen-Anhalt könnte der angekündigte Dauerfrost bei der Abwehr des Hochwassers hilfreich sein: «Das wird uns in die Karten spielen», sagte eine Sprecherin des Katastrophenstabs des Landkreises Mansfeld-Südharz. Die Deiche würden bei dem Frost verfestigt.

dpa