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Spätes Winterwetter in Teilen von Deutschland

Laut einem Sprichwort macht der April, was er will. Derzeit will er es kalt und nass. Das bringt einerseits schöne Winterlandschaften. Andererseits aber auch glatte Straßen und Unfälle. Und es bleibt erst einmal winterlich und teils frostig.

Schnee auf gelben Narzissen, auch Osterglocken genannt, die am Straßenrand stehen.
Foto: Marius Bulling/dpa

Ein Wintereinbruch am Wochenende hat in Teilen Deutschlands zu weißen Landschaften und teils auch zu Problemen im Verkehr geführt. So gab es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in einigen Regionen in der Nacht zum Sonntag «ordentliche» Mengen Neuschnee. In Teilen Hessen sorgten umgestürzte Bäume am Morgen für Behinderungen auf den Straßen. Auch im Erzgebirge schneite es am Wochenende kräftig, vor allem über 600 Metern bildete sich wieder eine Schneedecke. 

Am Sonntag war die Wetterstation in Kreuth-Glashütte im oberbayerischen Schnee-Spitzenreiter mit 26 Zentimetern, wie der Diplom-Meteorologe Lars Kirchhübel vom DWD in Offenbach sagte. In Bad Brambach-Hohendorf im Vogtlandkreis in Sachsen, in Bad Hindelang im Allgäu und in Borgentreich im Osten von Nordrhein-Westfalen fielen immerhin 16 Zentimeter, so Kirchhübel. Für die Station Borgentreich, die seit 1979 besteht, sei dies der bisher höchste gemessene Wert für einen Apriltag, sagte Kirchhübel. Schnee, Hagel, Glatteis und starker Regen hatten bereits am Samstag zu zahlreichen Unfällen im Straßenverkehr geführt. Die neue Woche beginnt wohl kalt und winterlich.

Es geht vom Schnee zunehmend zum Frost

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für die Nacht zu Montag Tiefstwerte von bis zu minus sechs Grad. Tagsüber wird der Himmel voraussichtlich wechselnd bis stark bewölkt sein. An den Alpen wird es längere anhaltende Niederschläge geben, teils bis in tiefere Lagen als Schnee. Die Meteorologen erwarten vor allem im Norden und Westen sowie in der Mitte von Deutschland Schauer. Die Höchsttemperaturen am Montag werden voraussichtlich zwischen drei und elf Grad liegen.

Der Fokus beim Wetter wechsele zunehmend vom Schnee zum Frost, erläuterte der DWD-Meteorologe Kirchhübel. Die tiefen nächtlichen Temperaturen seien für die schon weit vorgedrungene Pflanzenwelt gefährlich, warnte er. «Vor allem gerade blühende Gewächse sind gefährdet und müssen geschützt werden.»

„In der Nacht zum Dienstag könnte es erneut Frost bis minus sieben Grad geben. Am Dienstag bleibt es laut Vorhersagen im Süden stark bewölkt und vor allem vom Hochrhein bis nach Ostbayern fällt Regen, oberhalb von 600 bis 900 Metern gibt es Schnee. In den anderen Teilen Deutschlands bleibt es größtenteils trocken, im Laufe des Tages kann es an der Nordsee zu Regen kommen, wie der DWD weiterhin mitteilte. Die Höchstwerte liegen zwischen sechs und zwölf Grad, an den Alpen ist es kühler. Die Nacht zum Mittwoch soll laut Prognosen nicht mehr ganz so frostig sein.“

In Nord- und Osthessen gab es durch den Schnee am Sonntagmorgen laut Polizei einige wetterbedingte Verkehrsunfälle, aber keine Schwerverletzten. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes waren die gemessenen Neuschneehöhen «ordentlich». Beispielsweise seien im nordhessischen Bad Hersfeld in nur wenigen Stunden zehn Zentimeter gefallen. Einige Strecken in Hessen waren nicht mehr befahrbar. Neben Bundes-, Land- und Kreisstraßen war auch die Autobahn 7 in Richtung Norden betroffen. 

Auch an anderen Orten gab es Schnee. In Ostwestfalen-Lippe in Nordrhein-Westfalen knickten in der Nacht zum Sonntag mehrere Bäume unter der Last des Schnees um. Laut Polizei entstanden dadurch etwa 20 Gefahrenstellen. Die örtlichen Feuerwehrleute halfen bei der Beseitigung der umgestürzten Bäume und räumten die Straßen frei.

dpa