Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Geiselnehmer bedroht Zugpassagiere in der Schweiz – Alle unverletzt befreit

13 Menschen wurden stundenlang von einem bewaffneten Geiselnehmer bedroht, konnten aber unverletzt befreit werden. Der Täter wurde erschossen.

ach Angaben der Polizei konnten alle Geiseln befreit werden und waren wohlauf.
Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

In der Schweiz wurden 13 Menschen in einem Zug stundenlang von einem Geiselnehmer mit einem Messer, einer Axt und einem Hammer bedroht. Die Polizei konnte alle Geiseln unverletzt befreien. Der Geiselnehmer wurde von der Polizei im Kanton Waadt in der Westschweiz erschossen. Anfangs hatte die Polizei angegeben, dass es 15 Geiseln waren. Laut Polizeiangaben stammte der 32-jährige Geiselnehmer aus dem Iran. Sein Motiv hatte etwas mit seiner Situation als Asylbewerber zu tun.

Die Behörden gingen nicht von einer terroristischen Tat aus, sagte Polizeisprecher Jean-Christophe Sauterel der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA: «Es gibt keine Elemente, die uns auf einen terroristischen Akt hinweisen. Weder terroristisch noch dschihadistisch.»

Der Mann hatte fast vier Stunden lang die 12 Passagiere und den Fahrer des Triebfahrzeugs in seiner Gewalt. Er hatte einige von ihnen gefesselt. Spezialkräfte der Polizei nutzten einen Moment aus, als der 32-Jährige sich von den Geiseln entfernte, um einzugreifen. Sie warfen Sprengkörper zur Ablenkung und stürmten den Zug. Als der Mann auf einen Beamten zugerannt sei, habe dieser aus Notwehr geschossen. Der Mann sei noch am Tatort gestorben.

Auf der Plattform X tauchte ein Video auf, das den Geiselnehmer im Zug zeigen soll. Ein Mann spricht dort wirr und in gebrochenem Englisch und sagt, er wolle nach «Britannien». Die Zeitung «Blick» sprach nach eigenen Angaben mit einem der Passagiere. «Als ich den Mann sah und herumschreien hörte, dachte ich zunächst, er sei ein Betrunkener oder einer, der unter Drogen steht», berichtete der 20-Jährige. «Plötzlich merkte ich, dass er eine Waffe hatte. Es war eine kleine Axt.» 

Polizei kommunizierte über Dolmetscher

Der Zwischenfall ereignete sich am Donnerstagabend im Feierabendverkehr in einem Regionalzug, der zwischen Yverdon-les-Bains und Baulmes verkehrt. Der Zug hielt an der Haltestelle Essert-sous-Champvent, die etwa 80 Kilometer südwestlich von Bern entfernt liegt.

Gegen 18.35 Uhr alarmierten Fahrgäste die Polizei aus dem Zug heraus. Die Waggons wurden von Spezialeinheiten mit etwa 60 Einsatzkräften umstellt und Scharfschützen nahmen Position ein. Laut Polizeiangaben versuchte man zunächst, mit dem Mann zu sprechen, teilweise über WhatsApp auf den Telefonen der Passagiere. Dafür wurde extra ein Dolmetscher hinzugezogen, der Farsi sprach. Die konkreten Forderungen des Mannes wurden von der Polizei nicht bekannt gegeben.

„Die Deutsche Fußballnationalmannschaft hat das Finale der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien gegen Argentinien gewonnen. Das einzige Tor des Spiels wurde in der Verlängerung von Mario Götze erzielt. Deutschland hat somit zum vierten Mal in der Geschichte den Titel gewonnen.“

dpa