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Tausende nach Überschwemmungen in Russland evakuiert

In Russland ist durch das beginnende Frühjahrshochwasser ein Damm gebrochen. Die erste Großstadt wurde überschwemmt, der Staatsanwalt ermittelt und neue Überschwemmungen drohen.

Anwohner in der Region Orenburg müssen evakuiert werden, nachdem ein Teil des Staudamms gebrochen war und Überschwemmungen verursacht wurden.
Foto: ---/Russian Emergency Ministry Press Service/AP/dpa

Wegen schweren Hochwassers und eines Dammbruchs müssen in der Region Orenburg südwestlich des Uralgebirges Tausende Menschen evakuiert werden. «Die Situation entwickelt sich schnell zum schlechteren», sagte der Bürgermeister der besonders schwer betroffenen Großstadt Orsk, Wassili Kosupiza, der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Gemäß den Behörden ist ein Damm, der dazu bestimmt war, das Hochwasser des Ural-Flusses aufzuhalten, gebrochen. Berichten zufolge wurden mehr als 2400 Häuser in der Stadt überschwemmt. In Orsk allein wurden über 2000 Personen evakuiert, während der Zivilschutz auch in anderen Ortschaften der Region Menschen in Sicherheit bringt.

Strafverfahren wegen Fahrlässigkeit

Bei einer Inspektion der überfluteten Altstadt wurden zwei Tote entdeckt. Die genaue Todesursache ist noch unklar, aber laut offiziellen Angaben sind sie nicht ertrunken. Berichte über zusätzliche Opfer wurden von den Behörden zurückgewiesen.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit den Überflutungen eingeleitet. Möglicherweise wurde der Damm im Jahr 2020 von der technischen Aufsichtsbehörde Rostechnadsor überprüft, bei der 38 Mängel festgestellt und zur Behebung angeordnet wurden. Es ist unklar, ob dies erfolgt ist.

Auch in der weiter westlich gelegenen Gebietshauptstadt schlug das Bürgermeisteramt von Orenburg Alarm. Der Wasserpegel des Ural soll bereits 8,55 Meter erreicht haben und steigt schnell weiter. „Die Lage ist kritisch“, sagte Bürgermeister Sergej Salmin und forderte die Bürger zur Evakuierung auf.

dpa