Weniger lästiger Papierkram für mehr Starts ins All: Per Dekret will Trump der heimischen Raumfahrtindustrie Auftrieb verleihen. Es geht ihm um die Vormachtstellung im Weltraum.
Trump will US-Raumfahrt mit Bürokratieabbau boostern
Mit weniger Bürokratie will US-Präsident Donald Trump die heimische Raumfahrtindustrie ankurbeln. Die USA planten, ihre Stellung im Weltraum bis 2030 zu stärken, und zwar durch die Schaffung eines wettbewerbsorientierten Marktes für Weltraumstarts, eine deutliche Steigerung von deren Frequenz sowie «neuartige Weltraumaktivitäten», hieß es in einem von Trump unterzeichneten Dekret vom Mittwoch (Ortszeit).
Für diesen Zweck werde die Regierung die Genehmigungsverfahren für kommerzielle Lizenzen und in den USA ansässige Betriebe vereinfachen und beschleunigen. Es gehe darum, die «Wettbewerbsfähigkeit und Überlegenheit der USA im Weltraum zu sichern.» Weltraummissionen anzugehen und dabei effiziente Starts und Wiedereintritte in den US-Luftraum durch US-Betreiber zu gewährleisten, sei «für das Wirtschaftswachstum, die nationale Sicherheit und das Erreichen der Weltraumziele der Regierung von entscheidender Bedeutung», heißt es weiter.
Führungskampf am Wirtschaftsstandort All
Das Dekret legt Fristen fest, innerhalb derer beteiligte Ministerien und die US-Raumfahrtbehörde Nasa Maßnahmen entwickeln sollen, um Vorschriften zu vereinfachen und Konflikte mit bestehenden Regelungen wie beispielsweise im Umweltschutz aufzuzeigen.
Trump war bereits in seiner ersten Amtszeit sehr daran interessiert, dass die USA im Weltraum eine dominierende Position einnehmen. Bis 2027 planen die USA, nach Jahrzehnten erstmals wieder Menschen auf den Mond zu schicken – noch vor Ländern wie China oder Indien, die ebenfalls große Weltraumambitionen haben.
In den letzten Jahren hat eine schnelle Kommerzialisierung und Privatisierung die Raumfahrt stark verändert und den Wettbewerb um eine führende Position in dieser Branche weiter angeheizt.