In Deutschland und den meisten Ländern Europas werden am frühen Sonntagmorgen die Uhren von 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr vorgestellt. Freude über den Frühlingsboten und Diskussionen über Sinn und Zweck der Maßnahme halten an.
Zeitumstellung auf Sommerzeit: Bald ist es wieder soweit

Bald ist es wieder Sommerzeit – In Deutschland und den meisten Ländern Europas werden am frühen Sonntagmorgen (31. März) die Uhren von 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr umgestellt. Dann gilt wieder die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ).
Während sich manch einer beim Vorstellen der Uhr auf Sommerzeit über eine «geklaute Stunde» Schlaf ärgert, freuen sich andere über einen willkommenen Frühlingsboten. Ziel der 1980 wieder eingeführten Maßnahme war die bessere Ausnutzung der Tageshelligkeit.
Seit Jahren wird über den Sinn und Zweck der Maßnahme gestritten. Umfragen zeigen oft Mehrheiten gegen die Umstellung. Im Jahr 2018 hat die EU-Kommission die Bürger europaweit befragt und 84 Prozent waren in der nicht-repräsentativen Untersuchung gegen die Umstellung. Die EU-Staaten müssten sich jedoch zuerst darauf einigen, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit wollen, um die Abschaffung voranzutreiben. Da es keine Einigung gibt, ist das Thema vorerst auf Eis gelegt. Auch die aktuelle belgische EU-Ratspräsidentschaft hat bestätigt, dass sie das Thema nicht aufgreifen wird.
In Braunschweig wird an der Uhr gedreht
Zuständig für die Verbreitung der Zeit in Deutschland ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Ihre wissenschaftlichen Experten sorgen dafür, dass über einen Langwellensender mit dem Namen «DCF77» in Mainflingen bei Frankfurt/Main Funkuhren, Bahnhofsuhren und viele Uhren der Industrie mit der gesetzlichen Zeit versorgt werden.
Zeitexperten empfehlen denjenigen, die das Umstellen zu mühsam finden, einen Blick knapp 100 Jahre zurückzuwerfen, als es noch sehr eigenartige Regelungen gab. Auf der Infoseite der PTB im Internet wird beispielsweise beschrieben, dass im Jahr 1928 eine Umstellung von 20 Minuten erforderlich war, wenn man von Deutschland zur Olympiade nach Amsterdam reiste. Im Winter musste man hingegen die Uhr um 40 Minuten zurückstellen, wenn man in die Niederlande fuhr.








