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Was die Polizei über den Diebstahl im British Museum weiß

Gestohlen, beschädigt und auf Ebay verkauft: Aus dem British Museum wurden über einen längeren Zeitraum schätzungsweise 2000 Objekte entwendet. Der Verdächtige verweigert die Zusammenarbeit.

Im Fall Tausender aus dem British Museum gestohlener Artefakte ist eine unabhängige Überprüfung der Vorfälle abgeschlossen worden.
Foto: Tim Ireland/AP/dpa

Eine unabhängige Überprüfung der Vorfälle im Zusammenhang mit dem Diebstahl von Tausenden Artefakten aus dem British Museum wurde abgeschlossen. Das Museum teilt mit, dass laut der Untersuchung schätzungsweise 2000 Gegenstände – hauptsächlich nicht katalogisierte Edelsteine und Schmuckstücke aus den Sammlungen des antiken Griechenlands und Roms – gestohlen oder beschädigt wurden. Bisher wurden nur 351 Objekte zurückgegeben.

Die Aufarbeitung gestaltet sich schwierig. Ein mittlerweile entlassener Mitarbeiter, der verdächtigt wird, für die Diebstähle verantwortlich zu sein, kooperiere nicht, sagte Kuratoriumsvorsitzender George Osborne der BBC. «Einem der Dinge, denen wir auf den Grund gehen müssen, ist das genaue Motiv der Person, die wir für verantwortlich halten», wurde Osborne zitiert. Dieser habe sich aber weder geäußert noch kooperiere er.

Antiquitätenhändler entdeckte Gegenstände auf Ebay

Die Ergebnisse der Überprüfung wurden größtenteils aufgrund des laufenden Ermittlungsverfahrens der Polizei geheim gehalten. Laut BBC wird jedoch angenommen, dass der Verdächtige durch den Verkauf gestohlener Gegenstände etwa 100.000 Pfund (ungefähr 116.000 Euro) verdient hat.

Laut einem Antiquitätenhändler, der Artefakte des Museums auf der Online-Auktionsplattform Ebay entdeckte und bereits vor zwei Jahren die Museumsleitung alarmierte, wurden sie angeblich für durchschnittlich 50 Pfund (ungefähr 58 Euro) angeboten.

Nachdem der Diebstahl im August bekannt wurde, trat der Museumsdirektor Hartwig Fischer, der seit 2016 das British Museum geleitet hatte, sofort zurück.

dpa