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ADAC Rettungshubschrauber im Dauereinsatz

Über 51.000 Notfälle im letzten Jahr – Luftrettung oft lebensrettend, Einsätze vor allem in Bayern und Rheinland-Pfalz.

Unfälle jeder Art - ob im Verkehr, bei der Arbeit, Freizeit oder im Sport - machen etwa 30 Prozent der Rettungseinsätze aus der Luft aus.
Foto: Andreas Arnold/dpa

Im letzten Jahr sind die Rettungshubschrauber des ADAC zu 51.347 Notfällen gestartet – durchschnittlich mehr als 140 Mal pro Tag.

Im Vergleich zum Rekordjahr 2022 waren das zwar 4328 Einsätze weniger, aber im langjährigen Vergleich immer noch eine hohe Zahl, wie die ADAC Luftrettung in München mitteilte. «Die schnelle Hilfe aus der Luft hat auch 2023 oft über Leben und Tod entschieden», sagte Geschäftsführer Frédéric Bruder.

Laut Statistik fanden die meisten Rettungsflüge in Bayern mit 12.998 statt, gefolgt von Rheinland-Pfalz (8761) und Nordrhein-Westfalen (5796). Das gemeinnützige Unternehmen führt den Rückgang der Einsatzzahlen unter anderem darauf zurück, dass Tele-Notärzte jetzt häufiger tätig sind und Notfallsanitäter eigenständiger handeln als früher. Sanitäter dürfen nun in gewissem Rahmen Schmerzmittel und andere Medikamente verabreichen, auch ohne Anwesenheit eines Arztes.

Unfälle jeder Art

Die ADAC Luftrettung, die im Jahr 1970 gegründet wurde, betreibt laut Angaben 37 Hubschrauber-Stationen mit insgesamt 55 Hubschraubern. Im Juli wird die 38. Station in Itzehoe, Schleswig-Holstein, eröffnet.

Unfälle jeglicher Art – sei es im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz, in der Freizeit oder beim Sport – verursachen ungefähr 30 Prozent der Luftrettungseinsätze. An zweiter Stelle in der Statistik stehen Herzinfarkte und andere Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems mit einem Anteil von über einem Viertel.

Die DRF Luftrettung ist neben dem ADAC als zweiter fliegender Rettungsdienst aktiv, und ihre Maschinen führten im Jahr 2023 insgesamt 36.413 Einsätze durch.

dpa