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WHO sieht globales Risiko: 13.000 Mpox-Fälle im Kongo

Mehr als 600 Todesfälle gibt es bereits. Die größte Sorge der WHO: Das Virus könnte sich über den Kongo hinaus verbreiten. Gleichzeitg offenbart sich ein neuer Übertragungsweg.

So sieht es unter dem Mikroskop aus: In der zentralafrikanischen Demokratischen Republik Kongo breitet sich das Mpox-Virus aus.
Foto: National Institute of Allergy and Infectious Diseases/AP/dpa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt aufgrund eines massiven Mpox-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo (DRC). Laut der UN-Organisation in Genf gab es von Januar bis Mitte November mehr als 13.000 Verdachtsfälle und über 600 Todesfälle in Verbindung mit der Krankheit, die früher Affenpocken genannt wurde.

Der Ausbruch «stellt ein Risiko für die Menschen in DRC, in Nachbarländern und auf der ganzen Welt dar», sagte WHO-Expertin Rosamund Lewis. Die WHO arbeitet derzeit mit den Behörden im Kongo daran, Test-Kapazitäten auszubauen und Impfstoff ins Land zu bringen.

Erstmals sexuelle Übertragung nachgewiesen

Laut Lewis steht die zunehmende Verbreitung im Kongo in Verbindung mit Sexarbeit. Die WHO ist besorgt über die regionale Weiterverbreitung der Viruskrankheit aufgrund der vielen Grenzübertritte zwischen dem Kongo und den Nachbarländern. Darüber hinaus ist die WHO alarmiert, da im Kongo erstmals die sexuelle Übertragung des vorherrschenden Mpox-Virusstamms nachgewiesen wurde.

Ein weiterer Virusstamm hatte sich ab Mai 2022 in vielen Ländern hauptsächlich durch sexuelle Kontakte verbreitet. Es gab auch in Deutschland Tausende Fälle. Die WHO hatte einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, der im vergangenen Mai wieder aufgehoben wurde.

Mpox-Viren werden durch direkten Körperkontakt weitergegeben. Das auffälligste Anzeichen der Krankheit sind Bläschen und Pusteln auf der Haut.

dpa