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Forschungsprojekt Coplant untersucht Auswirkungen von pflanzenbasierter Ernährung

Die Studie befasst sich mit veganer, vegetarischer und pescetarischer Ernährung bei 6000 Probanden über mindestens 20 Jahre.

Die Studienteilnehmer ernähren sich entweder vegan, vegetarisch, pescetarisch oder essen sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte.
Foto: Fabian Sommer/dpa

Die großangelegte Studie Coplant untersucht, wie sich vegetarische und vegane Ernährung auf unsere Gesundheit auswirken und welche Vor- und Nachteile sie haben. Heute wurde in Berlin mit der Untersuchung des ersten von insgesamt 6000 Probanden begonnen.

Das Interesse an veganer und vegetarischer Ernährung wachse, insbesondere bei jüngeren Menschen, heißt es auf der Studienwebsite. «Es gibt jedoch bislang kaum wissenschaftlich belastbare Daten zu den Auswirkungen heutiger pflanzenbasierter Ernährungsweisen auf den Körper.» Diese Datenlücke soll die Untersuchung schließen und Empfehlungen für eine gesunde und nachhaltige Lebensweise entwickeln.

Die Studie ist ein Kooperationsprojekt des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), des Max Rubner-Instituts, des Forschungsinstituts für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE) und der Universitäten Jena, Bonn, Heidelberg, Regensburg und Wien. Coplant steht für «Cohort on plant-based diets» (Deutsch: Kohortenstudie zu pflanzenbasierten Ernährungsweisen).

Dem BfR zufolge gab es zwar in der Vergangenheit bereits Studien zu dem Thema, allerdings seien diese nicht unbedingt auf heutige Ernährungsformen übertragbar. «Beispielsweise stieg das Angebot von veganen Lebensmitteln und Fleischersatzprodukten, die teilweise hochverarbeitet, zucker-, fett- und salzreich sind, in den letzten Jahren deutlich an», schreibt das Institut.

Studie auf mindestens 20 Jahre angelegt

An der Untersuchung beteiligen sich Frauen und Männer im Alter von 18 bis 69 Jahren. Sie folgen entweder einer veganen, vegetarischen, pescetarischen (kein Fleisch, aber Fisch) Ernährung oder konsumieren sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte. Die Teilnehmer müssen unter anderem Fragen zu ihrer Ernährung und Gesundheit beantworten und werden regelmäßig körperlich untersucht. Zuhause müssen sie ein Ernährungstagebuch führen und Stuhlproben abgeben. Dadurch soll festgestellt werden, ob ausreichend Vitamine und Mineralien aufgenommen werden. Der erste Proband sollte heute, am Dienstag, seinen Blutdruck, die Herzfrequenz und die Handkraft messen lassen.

Die Studiendauer beträgt laut BfR-Angaben mindestens 20 Jahre. Das Institut erwartet erste Ergebnisse frühestens nach Abschluss der Rekrutierung im Jahr 2026 oder 2027.

dpa