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Neues Erdbeben in Türkei – Stärke 5,5 in Provinz Malatya

Bereits Anfang Februar war die Provinz heftig von den Erdbeben betroffen. Jetzt gibt es wieder neue Opfer!

Die türkische Provinz Malatya war bereits Anfang Februar von den schweren Erdbeben betroffen.
Foto: Emrah Gurel/AP/dpa

Genau drei Wochen nach den schweren Erdbeben in der Türkei und Syrien hat in der türkischen Provinz Malatya erneut die Erde gebebt. Dabei seien mindestens ein Mensch getötet und 69 verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag. Das Beben hatte laut dem Erdbebenwarte Kandilli eine Stärke von 5,5 und sein Epizentrum in der Gemeinde Yesilyurt.

Die Provinz Malatya wurde auch von den heftigen Erdbeben am 6. Februar stark getroffen. Bürgermeister Selahattin Gürkan sagte dem Sender Habertürk, allein in Malatya seien etwa 2300 Menschen ums Leben gekommen. Laut offiziellen Angaben starben bei den Doppelbeben und in deren Folge bisher mehr als 44.000 Menschen allein in der Türkei, in Syrien mindestens 5900 Menschen.

Vorwürfe an Hilfsorganisation

Der türkische Rote Halbmond steht in der Kritik, weil er Zelte für Erdbebenopfer an eine private Hilfsorganisation verkauft haben soll – statt sie kostenlos zu verteilen. Seine Organisation Ahbap habe am dritten Tag nach den Erdbeben 2050 isolierte Winterzelte zum Stückpreis von etwa 19.000 türkischen Lira (rund 950 Euro) erworben, sagte der Ahbap-Vorsitzende Haluk Levent am Montag im Sender Fox TV. Er bestätigte damit entsprechende Berichte. Levent, der in der Türkei ein bekannter Rockmusiker ist, sagte, seine Hilfsorganisation habe keine andere Wahl gehabt, als die Zelte zu kaufen.

Der Chef des türkischen Roten Halbmonds, Kerem Kinik, verteidigte sich am Sonntagabend auf Twitter. Er bestätigte, dass 2050 Zelte an Ahbap geliefert worden seien, Gewinn sei aber nicht erzielt worden. Eine für die Herstellung von Zelten zuständige Tochterfirma habe die Zelte zum Preis der Produktionskosten zur Verfügung gestellt, schrieb er. Der Rote Halbmond ist die größte Wohltätigkeitsorganisation der Türkei.

Das Vorgehen löste in dem Land große Empörung aus. Die Chefin der Oppositionspartei Iyi, Meral Aksener, schrieb auf Twitter an die Adresse des Roten Halbmonds: «Schämt Euch!»

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dpa