Die USA erleben starke Wetterextreme: Blizzard in Kalifornien mit meterhohem Schnee und verheerende Waldbrände in Texas durch starke Winde.
Extremes Wetter in den USA: Blizzard in Kalifornien und Waldbrände in Texas

In Kalifornien herrscht derzeit Eiseskälte und meterhoher Schnee, während in Texas Hitze und verheerende Waldbrände wüten. Die USA werden von starken Wetterextremen heimgesucht. Am Wochenende wurde die kalifornische Sierra Nevada von einem Blizzard getroffen – so werden in den USA heftige Schneestürme mit starken Temperaturstürzen genannt.
Der Wetterdienst warnte bis einschließlich Sonntag vor «tückischen und lebensgefährlichen» Bedingungen in bergigen Gemeinden: «Reisen sollten nur auf Notfälle beschränkt werden.» Mancherorts sei mit bis zu drei Meter Schnee zu rechnen. Betroffen war auch der benachbarte Bundesstaat Nevada.
Im Wintersportgebiet Palisades Tahoe wurden Windböen von bis zu 300 Kilometern pro Stunde gemessen, wo 1960 die Olympischen Winterspiele stattfanden, wie in Medienberichten erwähnt wurde. Aufgrund der hohen Lawinengefahr mussten mehrere Ski-Resorts geschlossen werden.
Rund 10.000 Haushalte ohne Strom
Des Weiteren wurde die Interstate 80, eine der wichtigsten Autobahnen des Landes, aufgrund von Schnee und Eisglätte über eine Strecke von insgesamt etwa 160 Kilometern gesperrt. Wetterdienst und Autobahnpolizei warnten vor sogenannten Whiteout-Bedingungen, bei denen Fahrer aufgrund der extrem eingeschränkten Sicht die Orientierung verlieren können. Auf einer Passstraße blieben zahlreiche Fahrzeuge stecken, und die Fahrer mussten in einer stundenlangen Rettungsaktion befreit werden, wie die Polizei berichtete.
Bereits am Freitag mussten mehrere Schulen geschlossen bleiben. Der Sturm führte ebenfalls zu Stromausfällen. Laut der Seite Poweroutage.us waren rund 10.000 Haushalte in der Region ohne Strom. Aufgrund des Unwetters musste auch der bei Touristen beliebte Yosemite-Nationalpark vorübergehend für Besucher geschlossen werden.
«Monsterfeuer» in Texas
In Texas haben starke Winde die seit Tagen wütenden Waldbrände weiter angefacht, wie Medien am Samstagabend (Ortszeit) berichtet haben. Das größte Feuer, das sogenannte Smokehouse Creek Fire, hat sich bereits auf über 4000 Quadratkilometer ausgedehnt und reicht im Osten auch in den angrenzenden Bundesstaat Oklahoma hinein. Es ist bisher nur zu 15 Prozent unter Kontrolle, wurde berichtet.
Der texanische Landwirtschaftsminister Sid Miller sprach von einem «Monsterfeuer» und bat um Futter- und Heuspenden für das Vieh sowie Gebete für die betroffenen Farmer. «Es ist niederschmetternd», sagte er dem Sender CNN. Die Brände haben bislang zwei Menschen das Leben gekostet, Hunderte Häuser, andere Gebäude und Anbauflächen zerstört sowie Tausende Rinder getötet. Für die Landwirte bedeutet das einen enormen wirtschaftlichen Verlust.
Experten führen die Häufung von Naturkatastrophen in den USA – Stürme, Überflutungen und Waldbrände – auch auf die Folgen des Klimawandels zurück. Präsident Joe Biden hatte bereits im vergangenen Jahr in diesem Zusammenhang von einer «existenziellen Bedrohung» gesprochen. «Ich glaube nicht, dass irgendjemand mehr die Auswirkungen des Klimawandels leugnen kann», sagte er damals.








