Neun Schwerverletzte und zwölf Leichtverletzte nach rasch ausgebreitetem Feuer, Ursache unklar, dramatische Rettungsaktionen und massive Zerstörung.
Tragischer Großbrand in Solinger Altbau fordert drei Tote und ein vermisstes Kleinkind

Bei einem dramatischen Großbrand in einem Solinger Altbau wurden am Morgen drei Menschen getötet, darunter ein Kind. Ein Kleinkind wurde am Morgen noch vermisst. Die Feuerwehrleute suchten vor allem im Dachgeschoss des Hauses nach ihm. «Die Chance des Überlebens schwindet von Minute zu Minute», sagte der Feuerwehr-Einsatzleiter Gottfried Kreuzberg.
Neun Personen wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Laut Feuerwehr erlitten zwölf weitere Personen leichte Verletzungen, davon wurden neun in Krankenhäuser gebracht.
Laut einem Feuerwehrsprecher sei das Feuer vermutlich im ersten Obergeschoss des etwa 100 Jahre alten Hauses mit Holzdecken und hölzernem Treppenhaus ausgebrochen und habe sich schnell ausgebreitet. Am Morgen hatten die rund 120 Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle, es liefen jedoch noch Nachlöscharbeiten. Die Brandursache ist bisher unklar.
Mann springt mit Kind im Arm aus Fenster
Ein Mann mit einem Kind im Arm und eine Frau seien vor den Flammen aus den Fenstern des Gebäudes gesprungen, wie der Sprecher berichtete. Trotz des Sprungpolsters, das von der Feuerwehr aufgebaut worden war, sei eine Person auf einem Autodach gelandet. Notfallseelsorger seien vor Ort. Die Stadt habe einen Bus bereitgestellt, um unverletzte Hausbewohner schnell unterzubringen, so der Sprecher.
Die vorrückenden Feuerwehrleute hätten die Toten im Dachgeschoss des vierstöckigen Hauses entdeckt, sagte der Sprecher. Das Haus sei bei dem Feuer massiv zerstört worden, das Treppenhaus teils eingestürzt. Der Brand war der Feuerwehr um 2.46 Uhr gemeldet worden, wie der Sprecher sagte. Beim Eintreffen der Feuerwehr habe das Holz-Treppenhaus «rotglühend im Vollbrand gestanden», sagte der Einsatzleiter. Der Fluchtweg sei «komplett weggebrannt».








