Die Bestände vieler Wildtiere sind laut einem Bericht des WWF weiterhin stark rückläufig. Dennoch gibt es auch erfreuliche Entwicklungen: Durch gezielte Fangquoten und Artenschutzmaßnahmen konnten einige Arten positive Trends verzeichnen.
WWF-Report zeigt alarmierenden Rückgang bei Wildtierbeständen und erste Erfolge im Artenschutz

Die Bestände vieler Wildtiere sind laut einem Bericht des WWF weiterhin stark rückläufig. Dennoch gibt es auch erfreuliche Entwicklungen: Durch gezielte Fangquoten und Artenschutzmaßnahmen konnten einige Arten positive Trends verzeichnen.
Langfristiger Rückgang der Bestände
Der Rückgang der Wildtierbestände ist seit mehreren Jahrzehnten ein ernstes Problem. Besonders alarmierend sind die Daten zu Süßwasserlebensräumen, wo die Bestände im Durchschnitt um 85 Prozent gesunken sind. Der WWF berichtet, dass an Land ein Rückgang von 69 Prozent und in marinen Ökosystemen ein Verlust von 59 Prozent verzeichnet wurde. Diese Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von 1970 bis 2022.
Ursachen für den Rückgang
Die Ursachen für diesen besorgniserregenden Rückgang sind größtenteils menschengemacht. Der Verlust und die Verschlechterung von Lebensräumen sind maßgeblich auf die Lebensmittelproduktion, die Energieversorgung und das Finanzsystem zurückzuführen.
Wichtige Datenbasis
Der Living Planet Report stützt sich auf den Living Planet Index, der von der Zoologischen Gesellschaft London erstellt wird. Dieser Index erfasst die Bestandsgrößen von Wirbeltieren seit 1970 und umfasst 5.790 Arten von Säugetieren, Vögeln, Fischen, Reptilien und Amphibien. Damit deckt er laut WWF etwa 7,4 Prozent aller bekannten Wirbeltierarten ab.
Positive Entwicklungen durch Fangquoten
In den Ozeanen vollzieht sich der Rückgang der Tierbestände vergleichsweise langsamer. Verbesserte Fangquoten und striktere Kontrollen haben beispielsweise dazu geführt, dass bestimmte Thunfischarten nicht weiter zurückgehen. Für Süßwasserarten ist die Lage jedoch kritischer: Diese sind zahlreichen Umwelteinflüssen wie Gewässerverschmutzung, Kanalisierung und Dammbauten ausgesetzt.
Erfolge im Artenschutz
Trotz des globalen Abwärtstrends gibt es auch Lichtblicke. Rund die Hälfte der erfassten Populationen zeigt stabile oder wachsende Bestände. Diese positiven Entwicklungen sind jedoch durch die stark zurückgehenden Populationen nicht ausreichend, weshalb der Index auf einen Rückgang von durchschnittlich 73 Prozent kommt.
Quellen: tagesschau
Bildquelle: Bildquelle: Ray Harrington auf Unsplash
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