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Alzheimer-Todesfälle fast verdoppelt in 20 Jahren

Die Zahl der Alzheimer-Todesfälle in Deutschland hat sich innerhalb von zwei Jahrzehnten fast verdoppelt, mit einem Anstieg um 96 Prozent.

Die Zahl der Todesfälle aufgrund von Alzheimer hat sich binnen 20 Jahren fast verdoppelt, wie aus einer Statistik des Statistischen Bundesamts hervorgeht (Symolbild).
Foto: Christoph Reichwein/dpa

Die Anzahl der Todesfälle aufgrund von Alzheimer hat sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt. Im Jahr 2023 verstarben in Deutschland etwa 10.100 Menschen an der unheilbaren Demenzerkrankung, im Jahr 2003 waren es noch etwa 5.100 Menschen. Das Statistische Bundesamt gab dies anlässlich des Welt-Alzheimertages an diesem Samstag (21. September) bekannt. Die Zahlen stiegen um 96 Prozent.

Das Risiko für Alzheimer steigt mit dem Alter: Über die Hälfte (53 Prozent) der 2023 Verstorbenen war 85 Jahre und älter. Lediglich etwa zwei Prozent waren jünger als 65 Jahre.

Mehr Menschen im Krankenhaus behandelt

Etwa 19.000 Patienten wurden im Jahr 2022 aufgrund von Alzheimer in Krankenhäusern stationär behandelt – ein Anstieg um 61 Prozent im Vergleich zum Jahr 2002. Fast die Hälfte der behandelten Personen (49 Prozent) war zwischen 75 und 84 Jahren alt, während gut ein Viertel (28 Prozent) älter war. Nur sechs Prozent waren jünger als 65 Jahre. Der Anteil der Frauen lag bei 58 Prozent, während der der Männer bei 42 Prozent lag.

Laut dem Bundesamt ist der langfristige Anstieg der Behandlungszahlen und Todesfälle auch auf den demografischen Wandel zurückzuführen, d.h. die Alterung der Bevölkerung in Deutschland: Zwischen 2003 und 2023 stieg die Zahl der Menschen ab 65 Jahren um 27 Prozent auf 18,9 Millionen. Die Altersgruppe ab 85 Jahren erhöhte sich um 110 Prozent auf 2,9 Millionen.

[Alzheimer-Todesfälle fast verdoppelt in 20 Jahren],[Die Zahl der Alzheimer-Todesfälle in Deutschland hat sich innerhalb von zwei Jahrzehnten fast verdoppelt, mit einem Anstieg um 96 Prozent.]

dpa