Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Zukunftsprognose: Ursachen und Folgen einer möglichen Erwärmung um 2,8 Grad bis 2100

Nairobi – Der aktuelle Bericht der Vereinten Nationen zur globalen Erderwärmung prognostiziert für die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts eine Temperatursteigerung von 2,8 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit, wenn die gegenwärtigen Klimapolitiken beibehalten werden.

Schlechte Prognose: Erde steuert laut UN auf 2,8 Grad Erwärmung zu
Bildquelle: Javier Miranda auf Unsplash

Nairobi – Der aktuelle Bericht der Vereinten Nationen zur globalen Erderwärmung prognostiziert für die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts eine Temperatursteigerung von 2,8 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit, wenn die gegenwärtigen Klimapolitiken beibehalten werden. Inger Andersen, die Direktorin des UN-Umweltprogramms, wies darauf hin, dass bereits ein Anstieg über 1,5 Grad das Risiko für extreme Wetterereignisse wie tödliche Überschwemmungen, Hitzewellen und verheerende Waldbrände deutlich erhöht.

Das ursprüngliche Ziel der internationalen Gemeinschaft war es, die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen, um die schwerwiegendsten Folgen des Klimawandels zu vermeiden. Doch der aktuelle Bericht zeigt, dass die Prognosen im Vergleich zum Vorjahr schlechter ausfallen; damals wurde eine Erwärmung von bis zu 2,5 Grad angenommen. Diese besorgniserregende Entwicklung ist insbesondere auf den Rückzug der USA von ihren früheren Klimaschutzverpflichtungen während der Präsidentschaft von Donald Trump zurückzuführen.

Als zweitgrößter Verursacher von Treibhausgasemissionen weltweit, nur hinter China, haben politische Entscheidungen in den USA unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Emissionsschätzungen. Zudem wurden die bisherigen Daten zum Treibhausgasausstoß nach oben korrigiert, was die negativen Prognosen weiter verschärft.

Selbst im optimistischsten Szenario, bei dem alle Länder ihre Klimaziele tatsächlich einhalten und die angestrebte Klimaneutralität erreichen, würde die Erde bis 2100 um 2,1 Grad wärmer werden. Dies liegt signifikant über dem angestrebten Ziel von 1,5 Grad. Während dieses Ziel noch nicht offiziell als unerreichbar gilt – eine langfristige Überschreitung wäre hierfür notwendig – glauben Experten zunehmend, dass es nicht realistisch ist, dieses Ziel einzuhalten. Der Fokus liegt nun darauf, das Überschreiten der 1,5-Grad-Marke möglichst kurz zu halten, was eine drastische Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen erfordert.

UN-Generalsekretär António Guterres äußerte sich optimistisch zu den Ergebnissen des Berichts. Er betonte, dass die Überschreitung der 1,5 Grad nicht das Ende aller Anstrengungen darstellt. Solange die globalen Treibhausgasemissionen erheblich gesenkt werden, sei es weiterhin möglich, die Temperaturen bis zum Jahrhundertende unter 1,5 Grad zu halten. Dies erfordere eine Reduktion um 18 Prozent bis 2030, um 45 Prozent bis 2035 und um 69 Prozent bis 2040, jeweils im Vergleich zum Niveau von 2025.

Trotz der Herausforderungen gibt es laut Andersen ermutigende Beispiele dafür, wie schnell Emissionen gesenkt werden können. Der Bericht hebt besonders hervor, dass die Nutzung erneuerbarer Energien seit dem Pariser Klimaabkommen ungefähr dreimal schneller gestiegen ist als ursprünglich erwartet. Im November wird die internationale Gemeinschaft in Antalya, Türkei, zur Weltklimakonferenz zusammenkommen, um über mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise zu diskutieren. Die USA werden jedoch nicht teilnehmen, da sie unter Trumps Führung erneut aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen sind.


Quellen: Bild, Süddeutsche Zeitung

Bildquelle: Bildquelle: Javier Miranda auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS