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Zunehmende Hitzebelastung: Extreme Stunden steigen schneller als Hitzetage

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Zahl heißer Stunden weltweit schneller ansteigt als die der Hitzetage. Besonders ärmere Länder und jüngere Generationen sind betroffen, was die Dringlichkeit von Anpassungsstrategien erhöht.

Studie zeigt drastischen Anstieg: Heiße Stunden nehmen noch stärker zu als heiße Tage
Fatih Turan auf Pexels

Zunahme der Hitzetage und deren Folgen

Die Häufigkeit von Hitzetagen nimmt im Zuge des Klimawandels kontinuierlich zu. Eine aktuelle Analyse verdeutlicht, dass die Anstieg der heißen Stunden sogar noch ausgeprägter ist. Insbesondere ärmere Regionen und die jüngere Generation sind hiervon stark betroffen. Die Auswirkungen extremer Hitze sind in diesem Sommer erneut deutlich zu erkennen.

Die Forschung, die an der Sun Yat-sen Universität in Guangzhou, China, durchgeführt wurde, behandelt die steigende Anzahl heißer Stunden im Vergleich zu den registrierten Hitzetagen. Laut den Wissenschaftlern wurden in vorherigen Studien die heißen Stunden oft unzureichend beachtet. Diese Ergebnisse sind im Fachjournal „Nature Climate Change“ veröffentlicht worden.

Forschungsansatz und Datenanalyse

Um die Komplexität von Hitzewellen zu erfassen, kombinierten die Forscher weltweite stündliche Wetterdaten, die zwischen 1981 und 2023 gesammelt wurden, mit Klimaprognosen bis zum Ende des Jahrhunderts. Heiße Stunden werden definiert als solche, die das 90. Perzentil der Temperaturen überschreiten, die in vergleichbaren Stunden zwischen 1981 und 2010 gemessen wurden. In der Regel sind die heißesten Stunden am Nachmittag zu verzeichnen, während die Temperaturen in den frühen Morgenstunden am niedrigsten sind.

Globale Entwicklungen und regionale Unterschiede

Die Analyse zeigt, dass auf mehr als 80 Prozent der globalen Landflächen eine Zunahme der heißen Stunden festgestellt werden kann. Im Durchschnitt gab es zwischen 1981 und 2023 pro Jahrzehnt 62 zusätzliche heiße Stunden. Ein erheblicher Anteil dieser extremen Stunden, etwa 28 Prozent, fiel auf Tage, die nicht als heiß klassifiziert wurden, basierend auf den üblichen Tagesdurchschnittstemperaturen. Dies zeigt, dass Tage mit extremen Temperaturen am Nachmittag, gefolgt von einer signifikanten Abkühlung in der Nacht, oft nicht in den Hitzestatistiken erfasst werden.

Erderwärmung und ihre Auswirkungen

Die Studie verdeutlicht, dass mit einem Anstieg der globalen Temperaturen um jedes halbe Grad im Durchschnitt 200 zusätzliche Stunden extremer Hitze zu erwarten sind. Zudem nehmen extrem heiße Stunden einen zunehmend größeren Teil der 24 Stunden an heißen Tagen ein. Unter der Annahme eines ungebremsten Klimawandels könnte jeder Hitzetag in Zukunft etwa vier zusätzliche extrem heiße Stunden aufweisen.

Ungleichheit in der Hitzebelastung

Die Weltwetterorganisation (WMO) berichtet von einer Erwärmung um etwa 1,4 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Das internationale Ziel wurde festgelegt, die Erwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen, um die gravierendsten Folgen des Klimawandels abzuwenden. Prognosen deuten jedoch darauf hin, dass die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts möglicherweise eine Erwärmung von 2,8 Grad erfahren könnte.

Die Autoren der Studie unterstreichen, dass vor allem ärmere und Schwellenländer stark unter Hitzebelastungen leiden. Außerdem wird erwartet, dass die jüngeren Generationen während ihres Lebens erheblich höheren Temperaturen ausgesetzt sein werden. Die Wissenschaftler fordern die Implementierung von Frühwarnsystemen und Anpassungsstrategien, die die Zunahme extrem heißer Stunden angemessen berücksichtigen.


Quellen: n-tv, t-online

Bildquelle: Fatih Turan auf Pexels

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS