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China attackiert Ukraine

Jetzt doch – China hilft Putin! Vor wenigen Tagen hieß es noch „China ist der wichtigste Verbündete Russlands, bemüht sich im Konflikt um die Ukraine aber um eine eher neutrale Haltung.“

Foto: Symbolbild von depositphotos

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat Russland nach Angaben von Vertretern der US-Regierung China nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs um militärische und wirtschaftliche Hilfe gebeten. Die Regierungsvertreter machten demnach keine Angaben dazu, welche Waffen oder Munition Moskau sich von Peking erhoffte.

Zudem blieb unklar, wie oder ob China auf die Anfragen reagierte, berichteten am Sonntag unter anderen die „Washington Post“, die „New York Times“ und die „Financial Times“. Russland habe auch um wirtschaftliche Unterstützung gebeten, um die Auswirkungen der Sanktionen zu begrenzen.

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Nun bestätigte eine Google-Taskforce zur Gefahrenanalyse: Von der chinesischen Regierung unterstützte Hacker attackieren die Ukraine!

Laut Billy Leonard, Sicherheitsingenieur der „Threat Analysis Group“ (TAG), wurden in letzter Zeit häufiger Cyberangriffe aus China auf ukrainische Regierungsbehörden beobachtet. Durchgeführt wurden diese von der chinesischen Hackergruppe „People’s Liberation Army“ (PLA).

Hacker, welche von der chinesischen Regierung unterstützt werden, sollen dadurch vor allem für chinesische Nachrichtendienste an Informationen erlangen. Zu einem ähnlichen Entschluss kommt auch die im „Verdeckten“ arbeitende Gruppe „Intrusion Truth“, welche auf das Aufdecken chinesischer Hackeraktivitäten spezialisiert ist.

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Erst am vergangene Dienstag verkündeten Mitglieder dieser Gruppe, dass chinesische Akteure die Ukraine ins Visier genommen haben und dies mit großer Wahrscheinlichkeit entweder auf Wunsch der chinesischen Regierung erfolgte oder von dieser zumindest geduldet wird.

Eine Nachricht auf Twitter von Shane Huntley, Taskforceleiter, bestätigte diese Vermutung noch einmal: „Der Ukraine-Krieg zieht nicht nur das Interesse europäischer Akteure auf sich. China ist hier ebenfalls eifrig bei der Arbeit.“

<h2>Auch Europa im Visier der Hacker</h2>

Laut der TAG sind neben der Ukraine auch weitere Länder ins Visier gerückt. Bereits in der vergangenen Woche beobachtete die Taskforce einen Hackerangriff, der Gmail-Nutzer, die in Verbindung mit der US-Regierung stehen, zum Ziel hatte.

Kurz davor wurde bekannt, dass russische und belarussische Akteure ukrainische und europäische Regierungs- und Militärorganisationen mit sogenannten Phishing- und DDoS-Attacken außer Gefecht setzen wollten. (dpa)

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„In den vergangenen zwölf Monaten hat TAG Hunderte von Warnungen an ukrainische Nutzer verschickt und sie darüber informiert, dass sie das Ziel von staatlich unterstützten Hackerangriffen sind, die zum Großteil aus Russland kommen“, erklärte Huntley.

Zudem sei auch die vom chinesischen Staat geförderte Hackergruppe „Mustang Panda“ dazu übergegangen, vermehrt europäische Organisationen ins Visier zu nehmen. Mit Phishing-Nachrichten rund um den Ukraine-Krieg wird dabei versucht, an persönliche Daten der Mitarbeiter oder interne Informationen zu gelangen. Vor allem diplomatische Vertretungen und Flüchtlings- sowie Einwanderungseinrichtungen seien dabei betroffen.

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<h2>Biden warnt Xi vor Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg</h2>

US-Präsident Joe Biden hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in einem Telefonat persönlich vor einer Unterstützung Russlands beim Krieg gegen die Ukraine gewarnt.

Biden habe Xi die Konsequenzen erläutert, «wenn China Russland bei seinen brutalen Angriffen auf ukrainische Städte und die Zivilbevölkerung materielle Unterstützung gewährt», teilte das Weiße Haus mit. Der russische Einmarsch in die Ukraine habe im Mittelpunkt des fast zweistündigen Telefonats gestanden. US-Außenminister Antony Blinken hatte am Donnerstag in Anspielung auf mögliche Sanktionen gesagt, die USA würden nicht zögern, China im Fall einer Unterstützung des russischen Angriffs «Kosten» aufzubürden.

Quellen: t-online, morgenpost.de, dpa

nf24