Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Die düstere Legende des Kunibertstürmchens in Köln

Das Kunibertstürmchen in Köln erinnert an die grausame Legende des „Weckschnapp“, bei dem Gefangene durch eine Hungerprobe in den Tod gestürzt wurden. Nur ein Häftling überlebte diese Prozedur, die im 18. Jahrhundert stattfand.

Kölner Sage: Das grausame Geheimnis des Kunibertstürmchens
ai-generated-gemini

Am Rheinufer in Köln steht ein unauffälliges Türmchen, das mit einer der grausamsten Legenden der Stadt verbunden ist. Der als „Weckschnapp“ bekannte Ort soll einst Gefangenen zum Verhängnis geworden sein.

Das Kunibertstürmchen, gelegen im Kunibertsviertel nahe der Bastei, ist das letzte Überbleibsel einer mittelalterlichen Torburganlage. Diese umfasste auch den Kunibertsturm sowie den sogenannten „Roten Thurm“, in dem bis 1784 Strafgefangene untergebracht waren. Der Turm soll im Rhein gestanden haben und war über eine Brücke mit der restlichen Befestigungsanlage verbunden. Die Legende des „Weckschnapp“ hat ihren Ursprung in dieser dunklen Geschichte.

Im Jahr 1709 erhielt der Turm den Namen „Weckschnapp“, was auf eine besonders grausame Hinrichtungsmethode zurückgeführt wird. Der Schriftsteller Ernst Weyden berichtete 1826, dass Gefangene dort zunächst hungern mussten. Nach einer langen Zeit ohne Nahrung hängten die Wärter ein Stück Brot, einen „Weck“, an die Decke des Obergeschosses. Die ausgehungerten Häftlinge sprangen daraufhin, um das Brot zu erreichen. Bei der Landung fielen sie durch eine Falltür in einen mit Messern gespickten Schacht, der direkt in den Rhein führte.

Der Sage nach überlebte nur ein Gefangener diesen grausamen Sprung. Dieser Mann war so stark abgemagert, dass er durch die Messerklingen hindurch fiel, ohne sie zu berühren. Laut Weyden wurden im „Weckschnapp“ ausschließlich Inhaftierte von „vornehmem Geschlecht“ festgehalten, die heimlich aus dem Leben entfernt werden sollten. Eine Dokumentation beleuchtet Deepfake-Betrug mit Eckart von Hirschhausen, die ähnliche Themen behandelt, könnte ebenfalls von Interesse sein.

Der „Rote Thurm“, auch als „Ark“ bekannt, wurde 1784 durch eine Eis- und Hochwasserkatastrophe zerstört. Der Kunibertsturm wurde 1891 abgerissen. Heute ist von der gesamten Anlage nur noch das kleine Kunibertstürmchen erhalten, das im Volksmund weiterhin als „Weckschnapp“ bezeichnet wird. An das Türmchen ist mittlerweile ein Wohnhaus angeschlossen, und es wurde umgebaut, sodass es heute mehr als nur ein Stück Brot zu bieten hat.


Quellen: t-online

„`

Bildquelle: ai-generated-gemini

Ronny Winkler