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Köln: Gesundheitsamt warnt vor Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke

In Köln wurde die Asiatische Tigermücke in vier Stadtteilen nachgewiesen, und das Gesundheitsamt bittet die Bürger um Mithilfe zur Bekämpfung der invasiven Art, die sich durch milde Winter und internationalen Verkehr verbreitet. Die Mücke ist tagsüber aktiv und kann starke Belästigungen verursachen.

Tigermücke breitet sich in Köln aus: Gesundheitsamt ruft zur Mithilfe auf
KI generiert

Gesundheitsamt Köln informiert über die Asiatische Tigermücke

In Köln wurde die Asiatische Tigermücke in vier Stadtteilen nachgewiesen. Die Behörden bereiten sich auf eine mögliche erneute Ausbreitung dieser invasiven Mückenart vor und bitten die Bevölkerung um Unterstützung bei der Bekämpfung.

Die Asiatische Tigermücke, die ursprünglich aus Südostasien stammt, hat sich in den letzten Jahrzehnten weltweit verbreitet. In Köln wurde sie im vergangenen Jahr festgestellt, und mit den steigenden Temperaturen rechnen die Behörden in den kommenden Monaten erneut mit ihrem Auftreten. Die milden Winter in der Region tragen zur Ansiedlung dieser Mückenart bei. Neben den klimatischen Bedingungen spielen auch internationaler Reiseverkehr und Gütertransporte eine Rolle bei ihrer Verbreitung.

Merkmale und Aktivitätsmuster der Tigermücke

Die Asiatische Tigermücke ist kleiner als viele heimische Mückenarten und hat eine Körpergröße von drei bis acht Millimetern. Ihr auffälliges schwarz-weiß gemustertes Erscheinungsbild sowie eine silbrig-weiße Linie auf Kopf und Rücken sind charakteristisch. Zudem sind die Hinterbeine mit weißen Spitzen versehen.

Diese Mückenart ist besonders stechfreudig und aktiv vor allem tagsüber, was zu einer erhöhten Belästigung im Freien führen kann, wie das Gesundheitsamt berichtet.

Empfehlungen zur Bekämpfung der Tigermücke

Um eine weitere Ausbreitung der Tigermücke zu verhindern, ruft die Stadt Köln die Bürger dazu auf, mögliche Brutstätten zu beseitigen. Die Mücken legen ihre Eier bevorzugt in kleinen Wasseransammlungen ab.

Das Gesundheitsamt empfiehlt, Wasser aus Blumentopfuntersetzern, Eimern oder Gießkannen mindestens einmal pro Woche zu entfernen. Zudem sollten Gefäße umgedreht, abgedeckt oder regengeschützt gelagert werden. Regentonnen und andere Wasserbehälter sollten mit engmaschigen Netzen oder Deckeln verschlossen werden, und Regenrinnen sollten regelmäßig von Laub und Schmutz befreit werden. Wasserstellen für Tiere sollten zwischen April und Oktober ebenfalls mindestens einmal pro Woche gereinigt und neu befüllt werden.

Bereits befallene Wasserbehälter sollten mit mindestens 60 Grad heißem Wasser gründlich ausgespült und gereinigt werden. Wenn Wasseransammlungen nicht entfernt werden können, empfiehlt das Gesundheitsamt die Behandlung mit Bti-Tabletten, die gezielt gegen Larven bestimmter Mückenarten wirken.

Gesundheitliche Risiken durch die Tigermücke

Die Beschwerden nach einem Stich der Asiatischen Tigermücke sind vergleichbar mit denen von gewöhnlichen Mückenstichen, einschließlich Rötungen, Schwellungen und Juckreiz. Unter bestimmten Bedingungen kann diese Mückenart jedoch auch Krankheiten wie Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Fieber übertragen, vorausgesetzt, sie hat zuvor einen infizierten Menschen gestochen. In Deutschland sind solche Infektionen bislang vor allem bei Reiserückkehrern festgestellt worden, eine Übertragung innerhalb des Landes gab es bisher nicht.

Aufruf zur Meldung von Mückenfunden

Das Gesundheitsamt bittet die Kölner Bevölkerung, mögliche Funde von Tigermücken zu melden. Verdächtige Exemplare können an den Mückenatlas gesendet werden, wo Experten die Tiere bestimmen. Alternativ können Bürger auch Fotos der Mücken per E-Mail an die Stadt senden.


Quellen: t-online

Bildquelle: KI generiert

Ronny Winkler