Russland hat wenig Chancen, den Krieg gegen die Ukraine zu gewinnen. Das sind die Gründe.
Putin droht vernichtende Niederlage im Ukraine-Krieg
Der Krieg gegen die Ukraine dauert jetzt bereits vier Wochen an und ist damit alles andere als der von Putin erhoffte „Blitzkrieg“. Vielmehr droht Russland ein zweites Afghanistan, mit schweren Verlusten und einer bitteren Niederlage.
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Putin soll jetzt bereits 40 Prozent seiner eingesetzten Waffen, Fahrzeuge usw. verloren haben. Die Zahl der toten Soldaten wird mit bis zu rund 8.000 angegeben, die Zahl der Verletzten dürfte damit ungefähr das vierfache betragen.
Die Leichen der Soldaten werden oft nicht geborgen, die Krankenhäuser und Leichenhallen im nahen Belarus sollen überfüllt sein. Die Toten sollen jetzt nur noch heimlich Nachts mit Zügen nach Russland zurückgebracht werden.
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Putin versucht verzweifelt, die drohende Niederlage vor seinem Volk geheim zu behalten. Deswegen ließ er auch alle ausländischen Medien verbieten und Dienste wie Facebook und Instagram abschalten. Doch wie lange kann er sein Volk hinhalten? Umsturzpläne machen sich breit. Wer kann, verlässt das Land. Die Oligarchen haben längs ihre Schafe ins Trockene gebracht.
Es ist die Industrie und das einfache Volk, dass die Konsequenzen der nie dagewesenen Sanktion spüren. Der Rubel verliert an Wert und selbst Grundnahrungsmittel werden immer teurer und sind immer schwieriger zu beschaffen – von Medikamenten oder westlicher Technik ganz zu schweigen.
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<h2>Wladimir Putin wird die Ukraine nicht besetzen können</h2>
Die Ukrainer verteidigen ihr Land tapfer gegen die russische Aggression, aber die Streitkräfte von Präsident Wladimir Putin haben trotz aller Verluste eine Reihe von Städten in der Süd- und Ostukraine eingenommen oder stehen kurz davor, sie zu erobern. In den kommenden Monaten könnte Russland die Kontrolle über etwa die Hälfte des Landes erlangen, das sich von Kiew im Norden bis Odessa im Süden und dem Donbass im Osten erstreckt. Putin müsste 20 Millionen Menschen kontrollieren – in einem der größten Länder Europas.
Selbst wenn ein großer Teil der Ukrainer die russischen Truppen als „Befreier“ feiern würde, wäre eine langfristige Eroberung ein fast unmögliches Unterfangen. Doch die Ukrainer verteidigen ihr Land mit voller Hingabe, selbst Frauen greifen zu Waffen.
Die Ukraine setzt im Krieg auf einen sympathischen Präsidenten und High-Tech. Hacker aus aller Welt helfen russische Ziele aufzuspüren und zu attackieren.
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<h2>Der Drohnen-Krieg</h2>
Besonders hilfreich sind dabei Drohnen, sie dienen der Aufklärung aber auch dem Angriff von Zielen. Eingesetzt werden etwa relativ billige türkische Drohnen des Typs “ Bayraktar TB2″. Dieser auch als „Kalaschnikow des 21. Jahrhundert gelobte“ Flugkörper ist unbemannt, laut „Capital“ 650 Kilogramm schwer, kann mit einer Flügelspanne von zwölf Metern 27 Stunden lang mit mehr als 220 Stundenkilometern fliegen. Die Drohne ist mit zwei Millionen Dollar auch viel billiger als ein Kampfjet und flexibler einzusetzen.
Wird die Drohne mit lasergesteuerten Raketen ausgestattet, kann sie Ziele im Umkreis von 150 Kilometern angreifen und eliminieren. Sie eignen sich perfekt, um Nachschubwege zu unterbrechen. Denn die russische Armee benötigt alle 150 Kilometer Depots um seine Fahrzeuge zu betanken und die Soldaten mit Essen und Munition zu versorgen. Putin soll bereits einen Großteil seiner LKWs verloren haben, deswegen kommen sie schweren Panzerverbände kaum voran und können von Ukrainern bekämpft werden.
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Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Ukrainer eine russische Besetzung unterstützen werden. Die Ukrainer in Cherson und Melitopol begannen fast unmittelbar nach dem Fall ihrer Städte aktiv gegen die russische Besetzung zu protestieren. Außerhalb der prorussischen Enklaven im östlichen Donbass ist die Unterstützung für die Invasion verschwindend gering. Fehlende Unterstützung in der Bevölkerung und eine aktive, weit verbreitete Feindseligkeit gegenüber den Besatzern führen im Allgemeinen zu einer gescheiterten Besetzung, erläutert der „Atlantic Council“.
Russland wird mit ziemlicher Sicherheit nicht in der Lage sein, eine Marionettenregierung einzusetzen, die von den Ukrainern als legitim angesehen wird. Auch werden sich die meisten Ukrainer weigern, mit den Russen zusammenzuarbeiten. Stattdessen, werden sie mit einer Guerilla-Taktik die Russen zermürben und letztendlich zu einem Rückzug zwingen.
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Wenn die Aufständischen einen sicheren Ort haben, an dem sie sich mobilisieren, ausruhen, rekrutieren und ihre Kräfte ausbilden können, ist es praktisch unmöglich, sie auszulöschen. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Ukrainer in der Lage sein, von der Westukraine aus über Jahre, wenn nötig über Jahrzehnte, zu operieren. Besonders wenn sie weiterhin Unterstützung aus dem Westen erhalten. Putin verlor jetzt schon zahlreiche Generäle, die aufgespürt werden konnten, da sie über ungeschützte Leitungen kommunizierten.
Bislang hat Putin kein Konzept vorgelegt, wie eine mögliche Nachkriegsordnung in der Ukraine aussehen könnte.
Quellen: Atlantic Council, Capital