Die TKMS-Aktie hat in diesem Jahr um fast 50 Prozent zugelegt, doch technische und fundamentale Indikatoren deuten auf eine mögliche Trendwende hin. Anleger sollten sich auf mögliche Verluste einstellen, während der Mitbewerber Huntington Ingalls Industries ebenfalls überbewertet ist.
TKMS-Anleger aufgepasst: Darum könnte es für die Rallye jetzt eng werden!

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TKMS-Anleger: Steht die Rallye vor dem Ende?
Die Aktie der TKMS AG hat in diesem Jahr bereits um fast 50 Prozent zugelegt, doch es gibt Anzeichen, dass diese positive Entwicklung bald enden könnte.
Ein Mitbewerber könnte TKMS gefährden
Die Marinesparte von Thyssen-Krupp, die erst seit wenigen Wochen an der Börse notiert, hat eine turbulente Zeit hinter sich. Nach einem überaus erfolgreichen Börsengang geriet die Aktie zunächst unter Druck, bevor sie in den letzten Wochen stark anstieg. Neben geopolitischen Spannungen profitierte TKMS auch von der positiven Entwicklung der Aktien des US-Konkurrenten Huntington Ingalls Industries.
Allerdings könnte dies sowohl aus technischer als auch aus fundamentaler Sicht problematisch werden, da beide Aktien mittlerweile als überbewertet und überkauft gelten. Insbesondere bei Huntington Ingalls Industries ergeben sich klare Short-Möglichkeiten, während auch TKMS-Anleger auf mögliche Verluste gefasst sein sollten. Bringt Indien-Deal die Wende?
Nach einer 169-Prozent-Rallye: Überbewertung droht
Die Aktien von Huntington Ingalls Industries (HII) haben in den letzten 12 Monaten eine beeindruckende Rallye erlebt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Kurs verdoppelt, und im Vergleich zum 52-Wochen-Tief von etwa 159 US-Dollar stieg er um bis zu 169 Prozent.
Der Anstieg ist auf eine Kombination aus hohen Auftragseingängen, der Aussicht auf ein größeres Budget des US-Verteidigungsministeriums und einer zuvor bestehenden Unterbewertung zurückzuführen. Diese Unterbewertung hat sich jedoch mittlerweile ins Gegenteil gewandelt.
HII-Aktie überkauft, Abwärtsrisiken steigen
Technisch gesehen befindet sich die HII-Aktie in einem starken Aufwärtstrend. Nachdem der Kurs im letzten Jahr in einem Trendkanal von etwa 40 US-Dollar schwankte, wurde dieser nach dem Jahreswechsel nach oben verlassen. Dies hat jedoch dazu geführt, dass die Aktie stark überkauft ist, was sich im Relative-Stärke-Index (RSI) widerspiegelt. Der RSI liegt aktuell bei 74 Punkten, was auf Tagesbasis und auch auf höheren Zeitebenen ein Problem darstellt.
Erheblicher Verlustdruck: Bis zu 30 Prozent könnten verloren gehen
Wenn die Top-Bildung im Bereich von 400 bis 425 US-Dollar anhält, könnte ein Rückgang auf etwa 360 US-Dollar bevorstehen. Um die technische Überhitzung zu konsolidieren, wäre eine mehrwöchige Konsolidierung notwendig, die möglicherweise auch zu einem Test der Unterstützung bei 300 US-Dollar führen könnte.
Bewertung erreicht kritische Grenzen
Die Bewertung der HII-Aktie stellt ebenfalls eine große Herausforderung für zukünftige Kursgewinne dar. Für das laufende Geschäftsjahr wird HII mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 27,2 bewertet, was über 70 Prozent über dem 5-Jahres-Durchschnitt von 15,7 liegt. Im Vergleich zum Branchendurchschnitt von 22,6 ist HII ebenfalls deutlich höher bewertet. Dies gilt umso mehr für TKMS, dessen KGV für 2026 bei 50,2 liegt. EUREX/Renten-Futures leicht erholt.
Fazit: Eine Korrektur steht bevor
Analysten sind sich einig, dass die Rallye an ihr Ende gelangt ist. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 380,60 US-Dollar, was mehr als 8 Prozent unter dem Schlusskurs vom Dienstag liegt. Die Anzahl der Empfehlungen zum Halten oder Reduzieren von Positionen übersteigt mittlerweile die Kaufempfehlungen (7 zu 5).
Die Kombination aus technischer Überhitzung, Überbewertung und zurückhaltenden Analystenmeinungen macht die HII-Aktie nach ihrer starken Rallye zu einer Verkaufs- oder Short-Position. Da diese Faktoren bei TKMS noch ausgeprägter sind, sollten Anleger auch hier Vorsicht walten lassen. Es gilt die Börsenweisheit: „An Gewinnmitnahmen ist noch niemand gestorben!“
Jetzt absichern und von Short-Gewinnen profitieren!
Risikobereite Anleger, die aus dieser Situation Kapital schlagen und sich gegen eine mögliche Korrektur der stark gestiegenen Marine-Aktien absichern möchten, können auf das KO-Zertifikat FD6DMY (Hebel: 4,9) setzen. Dieses hat einen Basispreis von 511,62 US-Dollar und eine KO-Barriere bei 476,97 US-Dollar. Bei Erreichen der KO-Barriere kommt es nicht zu einem Totalverlust, sondern zu einer Rückzahlung von 2,96 Euro. Während die Verlustrisiken damit begrenzt sind, besteht ein hohes Renditepotenzial, wenn HII zu einer fairen Bewertung zurückkehrt.
Allerdings ist Vorsicht geboten: Sollte die Aktie über der KO-Barriere oder dem Basispreis notieren, kann der Rückzahlungsbetrag auch unter 2,96 Euro fallen, bis hin zum Totalverlust. Daher sollte die Positionsgröße sorgfältig und entsprechend dem individuellen Risikoprofil gewählt werden.
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