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WHO: Corona stammt doch aus Labor in Wuhan

Der weltweite erste Corona-Patient könnte sich doch im Wuhan-Labor durch eine Fledermaus infiziert haben.

Foto: Depositphotos

Der erste Corona Patient könnte sich in dem Institut für Virologie in Wuhan, China infiziert haben – laut neuer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

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Es komme auf rasche internationale Kooperation an, um künftig bei Krankheitserregern mit pandemischem Potenzial besser reagieren zu können, teilte die WHO am Donnerstagabend mit.

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Die Suche nach den Ursprüngen des Erregers sollte keine Übung in Schuldzuweisungen oder Fingerzeigen sein. Die WHO macht dabei Druck auf China, für weitere Forschungen Zugang zu den wichtigen Daten der ersten Corona-Fälle von 2019 zu gewähren.

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Austausch von Informationen

In diesem Zusammenhang gehe Italien als eines der ersten und am schwersten betroffenen Länder vorbildlich vor, erklärte die WHO. «Der Austausch von Rohdaten und die Erlaubnis zur erneuten Untersuchung von Proben in Labors außerhalb Italiens spiegeln beste wissenschaftliche Solidarität wider und unterscheiden sich nicht von dem, was wir alle Länder, einschließlich China, ermutigen, zu unterstützen, damit wir die Studien zu den Ursprüngen schnell vorantreiben können und effektiv.»

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Übertragung des Virus auf Menschen

Es ist weiter unbekannt, wie das Coronavirus auf den Menschen übertragen wurde. Um dem auf die Spur zu kommen, hatte die WHO ein Team unter Federführung des Dänen Peter Embarek Untersuchungen zum Ursprung des Virus in China anstellen lassen.

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Die Mission im Januar und Februar war politisch heikel gewesen. China setzt alles daran, nicht als Sündenbock für die Pandemie an den Pranger gestellt zu werden. Es hatte sechs Monate gedauert, bis die internationalen Experten anreisen durften. Beteiligt waren 17 internationale und 17 chinesische Wissenschaftler.

Vom dänischen Fernsehsender TV2 transportierte Aussagen von Embarek scheinen der Passage zur Labor-Theorie in dem Untersuchungsbericht nun zu widersprechen: Dass sich ein Labormitarbeiter bei Probenentahmen von Fledermäusen im Feld infiziert habe, sei eine der wahrscheinlichen Hypothesen, sagte er laut Senderangaben im Rahmen einer am Donnerstag veröffentlichten TV-Dokumentation. Mehrere der unterschiedlichen Theorien könnten sich auch überlappen, also etwa die Labor-Theorie mit der, dass die Übertragung direkt von einer Fledermaus zum Menschen stattgefunden habe.

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Embarek unterstrich nach TV2-Angaben, dass die WHO-Experten keine direkten Beweise dafür gefunden hätten, dass der Coronavirus-Ausbruch mit der Forschung an Fledermäusen in Laboren in Wuhan zusammenhänge. Sie hätten jedoch mehrere Dinge gefunden, die nach näher untersucht werden sollten. Der WHO-Besuch in Wuhan sei wissenschaftlicher Natur gewesen und keine echte Untersuchung gewesen, er sei zudem großteils von den Bedingungen der Chinesen abhängig gewesen. Die Formulierung «extrem unwahrscheinlich» sei ein Kompromiss gewesen, um die Labor-Theorie überhaupt mit in den Bericht zu bekommen.

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Ein WHO-Sprecher verwies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur darauf, dass es sich um ein vor längerem geführtes Interview handele, das Embarek als Teil der dänischen TV-Doku gegeben habe. Bei einem UN-Briefing am Freitag verwies eine WHO-Sprecherin auf die Mitteilung der Organisation vom Donnerstagabend. Mehr gebe es dazu nicht zu sagen.

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Die Theorie, Corona stammt aus einem Labor, könnte entgegen aller Behauptungen der chinesischen Regierung, doch stimmen.

Mit dieser Aussage widerspricht der Experte sehr deutlich anders lautenden Behauptungen der Chinesischen Regierung, die versucht, alle Schuld von sich zu schieben. Allerdings wurden in China bereits etlichen Menschen verhaftet, die der offiziellen Version der Chinesischen Machthabern widersprachen.

Allerdings wies Embarek aber auch darauf hin, dass bisher keine handfesten Beweise vorlägen. Brisant: Noch vor wenigen Monaten nannte das Team die Theorie in ihrem Bericht „extrem unwahrscheinlich“. Zahlreiche Staaten reagierten verärgert darüber, dass den internationalen Experten bei ihrer Untersuchung in China der Zugang zu Daten verwehrt worden sei.

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China weigert sich strikt, entsprechende Daten zu veröffentlichen oder den Experten auszuhändigen.

Quellen: dpa, Bild

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