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Beuron: Motorradsaison 2026 gestartet

Am Knopfmacherfels begann das Polizeipräsidium Konstanz die Motorradsaison mit einem Biker-Aktionstag. Motorradfahrende erhielten wichtige Informationen zur Sicherheit und zum Motorradlärm.

Polizeipräsident Jürgen von Massenbach-Bardt mit den Bürgermeistern der Gemeinden Fridingen a. d. Donau, Beuron und der Stadt Sigmaringen sowie Verantwortlichen der teilnehmenden Organisationen.
Foto: Presseportal.de

Beuron/Landkreis Sigmaringen (ost)

Am Sonntag startete das Polizeipräsidium Konstanz gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Ravensburg und mehreren weiteren Kooperationspartnern beim Biker-Aktionstag am Knopfmacherfels in die neue Motorradsaison. Die Auftaktveranstaltung unter dem Motto „Drive safe“ fand bereits zum vierten Mal statt und bot Motorradfahrenden die Möglichkeit, sich vielfältige Informationen zum sicheren Motorradfahren einzuholen – von der Ersten Hilfe am Unfallort über Informationen zu Technik und Sichtbarkeit bis hin zu Risiken beim Motorradfahren. Neben der Sicherheit für Motorradfahrende stand auch das Thema Motorradlärm im Fokus der Veranstaltung.

Bei bestem Motorradwetter nutzten zahlreiche Biker die Möglichkeit, sich an den Ständen des ADAC, der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Sigmaringen, der Kreisverkehrswacht Tuttlingen, des DRK-Kreisverbands Tuttlingen, der Bergwacht Donau-Heuberg sowie bei Polizeibeamten der Motorradstaffel und der Verkehrsunfallprävention zu informieren.

Der Präsident des Polizeipräsidiums Konstanz, Jürgen von Massenbach-Bardt, wies in seiner Ansprache darauf hin, dass Motorradfahren zwar ein faszinierendes Hobby sei, die Polizei und andere Blaulichtorganisationen aber leider immer wieder erleben, dass Motorradfahren auch mit schweren Unfällen verbunden ist. „Wir hatten in den Zuständigkeitsbereichen der Präsidien Ravensburg und Konstanz im letzten Jahr zehn verkehrstote Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer – dies ist auch immer mit großem Leid verbunden“, so der Polizeipräsident. Diese Unfallzahlen mit oft drastischen Folgen für die Bikerinnen und Biker gilt es, soweit möglich, zu verringern, denn über 60 Prozent der Motorradunfälle werden von den Motorradfahrenden selbst verursacht und sind damit vermeidbar. Polizeipräsident von Massenbach-Bardt stellte daher klar: „Jeder Unfall, den wir verhindern können, ist eine solche Präventionsveranstaltung, wie wir sie heute durchführen, wert.“

Der Bürgermeister der Gemeinde Fridingen an der Donau, Stefan Waizenegger, griff in seiner Rede das Thema Straßenlärm auf und appellierte an ein Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmenden. Als Mitgliedsgemeinde der Motorradinitiative des Landes Baden-Württemberg ist Fridingen durch seine Tallage besonders betroffen. Er wies darauf hin, dass die Anwohner nicht nur durch Motorradfahrer einer Lärmbelästigung ausgesetzt sind, vielmehr sprach er ausdrücklich alle motorisierten Verkehrsteilnehmenden an.

Neben Jürgen von Massenbach-Bardt und Stefan Waizenegger nahmen auch der Bürgermeister der Nachbargemeinde Beuron, Hans-Peter Wolf, sowie der Bürgermeister der Stadt Sigmaringen, Dr. Marcus Ehm, an der Veranstaltung teil. Von den mehreren hundert Bikern, die an diesem Tag auf dem Parkplatz der L 277 zwischen Fridingen und Beuron vorbeischauten, versuchten 74 Personen ihr Glück bei einem Verkehrsquiz. Unter den Teilnehmenden wurden zehn Gutscheine für Motorrad-Fahrsicherheitstrainings ausgelost.

Um die Teilnahme am Straßenverkehr für alle sicherer zu machen, wird die Polizei auch in diesem Jahr wieder verstärkt Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer im Hinblick auf überhöhte Geschwindigkeit und weitere Hauptunfallursachen kontrollieren. Außerdem stehen die Beschaffenheit und die Verkehrssicherheit der Motorräder bei den Kontrollen im Fokus. Dahingehend sind auch in diesem Jahr wieder mehrere Schwerpunktaktionen geplant.

Hier noch Tipps der Polizei, um möglichst unfallfrei in die Saison zu starten und auch darüber hinaus sicher unterwegs zu sein:

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Unfälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926 Fälle, was 85.09% entspricht. Innerorts gab es 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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