Ein aggressiver Fahrgast bedrohte Fahrgäste mit einer Schusswaffe im Linienbus. Die Polizei stellte fest, dass es sich um ein Tierabwehrspray handelte.
Denkendorf: Unliebsamer Fahrgast

Reutlingen (ost)
Filderstadt (ES): Ungewöhnlicher Notfall
In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden Feuerwehr und Polizei zu einem außergewöhnlichen Einsatz in der Bonländer Hauptstraße gerufen. Gegen 22.45 Uhr informierten zwei Kinder einer betreuten ausländischen Reisegruppe ihre erwachsene Begleitperson darüber, dass sich die Tür zu ihrem Hotelzimmer nicht öffnen ließ. Die 12- und 13-jährigen Kinder waren somit eingeschlossen. Weder das hinzugezogene Personal noch die alarmierte Feuerwehr konnten die Tür technisch öffnen, also wurden die Kinder schließlich sicher über eine Drehleiter aus dem vierten Stock des Hotels gerettet. Es ist derzeit unklar, was zu dem technischen Defekt der Tür geführt hat.
Denkendorf (ES): Unangenehmer Passagier
Ein 46-jähriger Mann muss sich wegen mehrerer Straftaten verantworten, nachdem er im Linienbus 119 aggressiv aufgetreten ist. Gegen 20.15 Uhr bedrohte der Mann während eines Streitgesprächs insgesamt elf Fahrgäste in der Vogelsangstraße mit einer vermeintlichen Schusswaffe. Zuvor hatte er bereits einen Nothammer auf die Anwesenden geworfen. Der Busfahrer konnte die Situation beruhigen und die Fahrt bis zur Maillestraße in Esslingen fortsetzen, wo der unangenehme Passagier von einer Streife des Polizeireviers Esslingen kontrolliert wurde. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Waffe um ein Tierabwehrspray in Form einer täuschend echt aussehenden Schusswaffe handelte. Nachdem ihm dies abgenommen wurde, durfte der 46-Jährige seine Fahrt fortsetzen.
Tübingen (TÜ): Raubüberfall
Das Kriminalkommissariat Tübingen hat Ermittlungen gegen zwei 17-jährige Personen aufgenommen, die in der Nacht von Freitag auf Samstag mehrere Straftaten begangen haben. Um 0.20 Uhr forderte das Duo zunächst von einem 16-jährigen Jugendlichen eine Packung Zigaretten. Als dieser ablehnte, schlug einer der Täter ihm ins Gesicht. Aus Angst vor weiteren Schlägen übergab der Jugendliche die geforderte Packung Zigaretten und ein Feuerzeug. Die beiden Täter gingen in Richtung Hauptbahnhof. Auf dem Weg sprachen sie zwei 18-jährige Personen auf die gleiche Weise an und verlangten ebenfalls Zigaretten. Als diese ablehnten, wurden auch sie geschlagen. Ohne Beute setzten die Täter ihre Flucht fort, bevor sie schließlich vom Kommunalen Ordnungs- und Vollzugsdienst angetroffen, kontrolliert und der Polizei übergeben wurden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften die Täter vorerst ihren Weg fortsetzen, wurden jedoch gegen 1.30 Uhr erneut in der Uhlandstraße wegen Körperverletzung festgenommen. Nach einem Streit griff eine unbeteiligte 18-jährige Person unter Androhung von Pfefferspray ein, wurde jedoch offenbar angespuckt. Die erneut gerufene Polizei nahm die beiden Täter fest und übergab sie nach Abschluss der Maßnahmen ihren Erziehungsberechtigten.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Räuberieraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 3042 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3782 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 2037 auf 2518. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2602 auf 3202, wobei der Großteil männlich war. Besonders auffällig ist die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen, die von 1313 auf 1674 anstieg. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten gemeldeten Raubfälle in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.042 | 3.782 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 2.037 | 2.518 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.602 | 3.202 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.369 | 2.906 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 233 | 296 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.313 | 1.674 |
Quelle: Bundeskriminalamt








